Mit der Fett-weg-Spritze zum perfekten Körper?

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Versetzen wir uns in eine Traumwelt: überschüssiges Fett, unliebsame Fettpolster, lästige Röllchen an Beinen und Po oder ein störendes Doppelkinn wird mittels einer Fett-weg-Spritze einfach weggezaubert. Einfach so, ohne Operation und großen Aufwand. Gibt es nicht? Gibt es doch:
die Idee von einer Fett-weg-Spritze wurde von der Hautärztin Dr. Patricia Rittes 1995 in die Tat umgesetzt. Hierfür entwickelte sie eigens ein Verfahren, bei dem Phosphatidylchoin – kurz PPT mit dem Handelsnamen Lipostabil –, welches ein Naturprodukt aus Sojabohnen ist, direkt in die unerwünschten Hautareale eingespritzt werden kann. Behandlungen an bereits über 8.500 Patienten konnten reibungslos vollzogen werden, Nebenwirkungen sind derzeit noch keine bekannt. Dennoch stürzen sich die Medien auf diese Art der Fettbeseitigung im schönheitschirurgischen Bereich wie die Bienen auf den Honig. Die ASAPS – amerikanische Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie – veröffentlichte 2001 ein Statement, bei dem diese Fett-weg-Spritze gut abschnitt. Doch ist die Fett-weg-Spritze nun der Trend der Neuzeit?

Wie wirkt die Fett-weg-Spritze?

schlanke Frau im Bikini- Fett-weg-SpritzeDer Wirkstoff, der aus der Sojabohne gewonnen wird, ist eigentlich zur Senkung von erhöhten Blutfettwerten eingesetzt worden. Seitdem nun die Fett-weg-Spritze auch offiziell für die Beseitigung von kleineren Fettpartien am Körper nützlich ist, wird die berühmte Spritze immer häufiger und gern in Anspruch genommen. Das Öl der Sojabohne enthält Lecithin, welches als Transportmolekül für Fett auch in unserem Körper befindlich ist. Werden nun kleinere Injektionen ins Fettgewebe einbracht, löst sich das Fett innerhalb einer bestimmten Zeit auf und wird über den natürlichen Organismusweg abtransportiert.

Warum eigentlich Messer und Skalpell, wenn es die Fett-weg-Spritze gibt?

Diese Frage dürfte sich nun der eine oder andere Mensch sicherlich fragen – dennoch kann mit Sicherheit gesagt werden, dass der Einsatz einer Fett-weg-Spritze nur für kleinere Fettanhäufungen an Armen, Beinen, Bauch oder Gesäß geeignet ist. Für größere Probleme kann die Spritze nicht angewandt werden, daher wird es auch in Zukunft noch Fettabsaugungen oder ähnliche Verfahren geben.

Welche Nebenwirkungen birgt die Fett-weg-Spritze?

Der Patient merkt nach dem Einsatz der Fett-weg-Spritze, dass die Haut an der behandelten Stelle leicht gerötet oder geschwollen ist. Nach einigen Tagen wird sich dieser Zustand jedoch wieder normalisieren. Im Regelfall sind mehrere Sitzungen notwendig, welche im Abstand von zwei bis drei Wochen stattfinden, damit das Ergebnis abgerundet werden kann.

Gibt es etwaige Risiken oder Komplikationen?

Bei richtiger und empfohlener Anwendung sind nur geringe Nebenwirkungen bekannt. Eine Unverträglichkeit auf Sojaprodukte kann jedoch das Aus für den Einsatz der Fett-weg-Spritze bedeuten. In Deutschland und Österreich wurden bisher mehr als 2.500 Behandlungen vorgenommen, bei denen die Anwendung ohne weitere Vorkommnisse vonstatten ging.
Die Injektion der Fett-weg-Spritze darf jedoch nicht unbedacht oder ungezielt vorgenommen werden. Wie bei jeder Behandlung muss die Anwendung erlernt und darf nicht blind genutzt werden. Bekannte Dosierungen und Aufklärungen an den Patienten müssen klar und deutlich sein. Die Möglichkeit von Zysten- oder Dellenbildung ist zwar nach vielen Behauptungen möglich, jedoch konnten bislang keine konkreten Angaben dazu gemacht werden.

Wie teuer sind die einzelnen Sitzungen?

Der Kostenrahmen der Fett-weg-Spritze äußert sich je nach dem Anwendungsgebiet. Daher kann beispielsweise die Beseitigung der Tränensäcke um die 300€ kosten, der Einsatz an den Reiterhosen hingegen schon bei knapp 450€. Diese Preise variieren jedoch je nach Chirurgen und Anliegen des Patienten. Daher können nur ungefähre Preisangaben gemacht werden.

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