Medien, Stars und Schönheitsideale

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Bei der Suche von Gründen, weshalb Jugendliche sich einer Schönheitsoperation unterziehen – oder es zumindest wollen – wird sehr oft die Verantwortung bei den Medien gesucht.
Im Fernsehen, in Zeitschriften auf Plakaten und im Internet, werden wir mit scheinbar perfekten – oder bei realistischer Betrachtungsweise wohl eher retuschierten, mit viel Make-Up und dem richtigen Licht in Szene gesetzten Menschen konfrontiert.
Jugendliche lassen sich von solchen Bildern beeinflussen, gerade dann, wenn sie mitten in der Pubertät stecken – die Sitznachbarin schon einen größeren Busen hat – oder Pickel anstelle von Bartstoppeln die Gesichtshaut zieren.

Und wenn man sich in der Welt der Schönen und Reichen umsieht, dann scheint es, als gehören Botox-Spritzen und Nasenkorrekturen schon zum Standardprogramm wie ein Friseurbesuch. Längst legen sich nicht nur Exoten wie Cher unters Messer. Nein, fast alle Stars haben „etwas machen lassen“. Allerdings nicht so augenscheinlich und oft unter strengster Geheimhaltung. So erscheint es für den außen stehenden Betrachter fast so, als wären Schauspieler jenseits der 40 einfach nur mit guten Genen ausgestattet.
Bei jungen Mädchen und Burschen entsteht der Eindruck, dass alle schön und perfekt sind, nur nicht sie selbst.

Familie, Freunde und Selbstbewusstsein

Doch es wäre zu eindimensional, die Beweggründe von Teenagern nur durch die Werbe- und Filmbranche beeinflusst zu sehen. Denn schließlich wird das Selbstvertrauen und die Selbsteinschätzung, stark durch das Elternhaus der Jugendlichen geprägt. Und auch wenn Eltern sehr oft nur schwer zu ihrem pubertieren Nachwuchs vordringen können – so ist es doch wichtig Halt und Unterstützung zu geben wo es nur möglich ist.
Ein Viertel aller Mädchen fühlt sich zu dick. Bei den Burschen sind es nur etwa die Hälfte.
Und auch das kommt nicht von ungefähr. Noch immer ist es irgendwie mehr Sache der Mädchen und Frauen, gut auszusehen – auch wenn Jungen und Männer immer mehr ein Bewusstsein dafür bekommen. Nach wie vor, wird bereits im Kindesalter der Grundstein für ein solches Rollen-bewusstsein gelegt.
Mädchen sollen in Kleidern hübsch aussehen, Burschen sind die Abenteuer die sich schmutzig machen dürfen. Sicher, das ist ein mittlerweile überspitztes Klischee. Aber auch wenn die Rollenverteilung in der heutigen Zeit schon bei weitem nicht mehr so streng ist – einen wahren Kern hat die Sache doch. Für Mädchen und Frauen ist es so oft ungleich wichtiger zu gefallen und sich anzupassen.
Doch ungeachtet dessen ist es für beide Geschlechter wichtig. im Kindes- und Jugendalter zu erfahren dass sie selbst und ihr Körper wertvoll und in Ordnung sind. Und dass nicht nur durch die Familie sondern auch durch einen verlässlichen Freundeskreis.

Psychologische Ursachen, Politik, Beratung und spätere Einsicht

Ein relatives neues Phänomen ist die sogenannte Dysmorphophobie. Dabei handelt es sich um ein gestörtes Körperempfinden bei Jugendlichen. Sie sehen an sich Makel, wie zu dicke Oberschenkel, die von anderen kaum oder gar nicht wahrgenommen werden.

Gerade in einem solchen Fall kann eine Schönheitsoperation in keinem Fall helfen. Denn die Ursachen sind hier rein psychologisch zu sehen und auch dementsprechend zu behandeln.
Die EU überlegt sogar schon ein Gesetz einzuführen, um die Bedingungen und Auflagen für eine Operation bei Jugendlichen noch zu verschärfen .
Doch vor allem ist es auch Sache der Ärzte aufklärend und beratend zu fungieren.. Denn im jungen Erwachsenenalter, sind die meisten dann schon wieder froh sich nicht unters Messer gelegt zu haben. Denn eine etwas größere Nase, kann durchaus sehr charakteristisch und charismatisch sein, ein breiterer Po wird plötzlich als weiblich und sinnlich gesehen – und nicht als ein Makel das einen daran hindert einem Schönheitsideal zu entsprechen.

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