Hauterneuerung durch chemische Peelings

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Eine der beliebtesten Methoden zur Hauterneuerung ist heutzutage das chemische Peeling. Hierfür wird eine Mischung verschiedenster Säuren mit einem Schwamm oder Pinsel auf die Haut aufgetragen und dort für einige Minuten belassen. Ähnlich bei einem schmerzlosen Sonnenbrand werden die Substanzen des Peelings von der Epidermis und der zweiten Hautschicht aufgenommen und so ein Hauterneuerungsprozess erreicht. Während die obersten Hautschichten langsam zerstört werden und von selbst abstoßen, wird durch das chemische Peeling zudem eine frischere und glättere Haut zum Vorschein gebracht, die sich unter den alten Hautschichten verborgen gehalten hat. Nach der Hautverjüngung nimmt der Arzt die überschüssigen Säurereste wieder von der Haut ab.

Für ein chemisches Peeling können verschiedene Substanzen und Peelingarten verwendet werden.

  • Beim oberflächlichen Peeling wird eine Abschälung der Hornschicht der Haut in einer Stärke von 0,06 mm erreicht, die sich besonders bei Akne, kleinen Fältchen, Pigmentstörungen, Altersflecken und durch UV-Licht geschädigte Haut eignet. Das erneuerte Hautbild wirkt nach der Behandlung deutlich gemildert, jünger und feinporiger. Damit die Haut auch längerfristig jung und erholt aussieht, empfehlen die Fachärzte das Peeling regelmäßig zu wiederholen. Für die ersten Sitzungen sind Abstände von sechs bis zehn Wochen üblich, später können die Behandlungen auf ein Mal pro Monat gelegt werden. Eine Betäubung des Hautareals ist für die Dauer der Behandlung von zehn bis dreißig Minuten nicht notwendig – während des chemischen Peelings verspürt der Patient lediglich ein leichtes Kribbeln.
  • Das mitteltiefe Peeling zerstört die obere Hautschicht in einer Tiefe bis zu 0,45 mm und ist eine besonders effektive Methode zur Straffung der Haut, Entfernung von Pigment – und Altersflecken sowie Hautkrebsvorstufen. Als Vorbehandlung auf das mitteltiefe Peeling erhält der Patient eine Prä-Peeling-Creme, die in der Regel zwei bis vier Wochen vor dem Eingriff regelmäßig aufgetragen werden muss. Hierdurch wird ein optimale Hautvorbereitung und schnellere Heilung erreicht. Hauptbestandteil des mitteltiefen Peelings ist Trichloressigsäure (TCA), welches je nach Konzentration verschiedene Tiefenwirkungen der Haut erreichen kann. Die Behandlung des mitteltiefen Peelings ist – anders als beim oberflächlichen Peeling – für den Patienten unangenehm, in einigen Fällen sogar schmerzhaft. Daher wird dieses Peeling nur unter örtlicher Betäubung vorgenommen. In der Regel ist nach dem Eingriff für zwei bis drei Tage mit Rötungen im Behandlungsbereich zu rechnen, bei der sich auch langsam die Haut abschält. Als Reaktion auf das Peeling wird von Patienten mit Spannungsgefühlen der Haut sowie extrem trockener Haut berichtet. Aufgrund des nicht gesellschaftsfähigen Erscheinungsbildes des Patienten wird ihm empfohlen für den Zeitraum der Hautheilung Urlaub zu nehmen. Eine Nachbehandlung ist sehr aufwendig und notwendig: eine Woche lang muss der Patient täglich den Arzt konsultieren und Medikamente zur Infektionsprophylaxe einnehmen. Vermeiden der Sonne sowie Solarien- oder Saunenbesuche sind unbedingt zu befolgen.
  • Letzte Stufe ist das tiefe Peeling, welches für die Faltenbehandlung und Narbenentfernung verwendet wird. Für das tiefe Peeling wird eine Phenollösung angewandt, die eine Abschälung der Haut bis auf 0,6mm erreicht. Durch diese Lösung wird die tiefere Hautschicht angegriffen, die Kollagenbündel und elastischen Fasern wieder erhöht sowie ein strafferes und jünger wirkendes Hautbild erzielt. Das Resultat des chemischen Peelings ist mit einem Face-Lift zu vergleichen, da sogar relativ tiefe Falten und Furchen gut reduziert lässt. Das tiefe Peeling wird nur ein Mal vorgenommen. Bevor ein Patient das tiefe Peeling erhalten kann, werden vorab die Leber-, Nieren- und Herz- sowie Kreislaufwerte vermessen. Die Behandlung ist sehr schmerzhaft und wird nur in Kombination mit einer Betäubung durchgeführt. Nach dem Peeling ist für ungefähr vierzehn Tage mit starken Schwellungen, Rötungen, Krustenbildungen sowie nässender Haut zu rechnen. Ebenso wie bei dem mitteltiefen Peeling muss zur Nachbehandlung rund eine Woche lang der Arzt konsultiert werden. Etwaige Sonnenbäder oder Solarien- sowie Saunenbesuche sind in den kommenden Wochen tabu.

Bei allen Peelings ist erst nach einer Zeit von zwei bis drei Monaten ein perfektes Ergebnis ersichtlich. Trotz dieses langen Wartens hat sich die Mühe dennoch gelohnt: nicht selten hält diese brillante Aussehen für mehrere Jahre.

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