Haartransplantation – wenn die Haare ausfallen

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Die Forschung und Entwicklung im Bereich der Haartransplantation ist heutzutage schon sehr weit fortgeschritten. Die Methode der Eigenhaarverpflanzung ist wohl die sicherste und ästhetischste Methode den Haarausfall und somit der natürlichen Glatzenbildung entgegen zu wirken. Bei der Eigenhaarverpflanzung entnimmt man in einem speziellen Verfahren aus dem Haarkranz Haare, welche aufgrund von genetischen Informationen nicht vom Ausfall bedroht sind. Diese Haarwurzeln werden samt winzigen Hautteilchen auf die kahlen Kopfstellen verpflanzt. Durch den genetischen Code wachsen hier die Haare lebenslang weiter.

Haartransplantation- gegen HaarausfallDamit das Resultat der Haartransplantation für den Patienten zu einem vollkommen Erfolg führt, ist ein eingehendes Vorgespräch mit dem erfahrenen Facharzt unumgänglich. Der Chirurge kann Möglichkeiten und Maßnahmen unmissverständlich erläutern und anhand des Glatzenwuchses erkennen, wie viele Haarwurzelspender noch dienlich für eine perfekte Verpflanzung sind. Ist dies nicht der Fall kann der Patient nicht erwarten eine Reunion aus Jugendzeiten zu erleben, da einfach die Kapazität der vorhandenen Haare nicht mehr ausreichend ist. Im Vorfeld muss deshalb über das Endergebnis und die Erfolgschancen aufgeklärt werden. In Deutschland werden jährlich ungefähr 5.000 Haartransplantationen durchgeführt. In den USA werden hingegen mehr als eine viertel Million Haartransplantationen pro Jahr durchgeführt.
Aufgrund der immer höheren Nachfrage zur Eigenhaarverpflanzung, haben sich im Laufe der Jahre verschiedene Methoden zur Transplantation von einzelnen Haaren oder Haarbüscheln entwickelt.

Bereits im 18. Jahrhundert wurden erste Berichte von Versetzungen behaarter Hautteile bei Tieren und Menschen verfasst. Bis zum 19. Jahrhundert wurde dieser Wissenstand nicht weiter verfolgt. 1939 erforsche der japanische Dermatologe Okuda Haarversetzungen und schaffte mit der Durchschlagtechnik, die heute allgemein unter Punchtechnik bekannt ist, den Durchbruch. Er benutzte für diese Methode kleine Durchschläge (engl.: Punch), um behaarte Hautteile im Bereich der Kopfhaut sowie den Augenbrauen zu verpflanzen. Der Erfolg gab ihm Recht, als die Haarteile an ihrer neuen Position erfolgreich neue Haare produzierten.

In Deutschland wird heute die Mini- oder Micrograft – Methode am Häufigsten angewandt. Hierbei wird aus dem Haarkranz ein behaarter Hautstreifen entnommen und diese in die mittleren Hautteile und kleineren Hautteile des Kopfes mit Haarwurzeln unterteilt. Diese Haarteile oder Haarinseln werden im Fachjargon als Mini- bzw. Micrografts bezeichnet. Nach der Aufteilung werden die Grafts in die zuvor vorbereiteten Haargebiete eingesetzt. Diese Prozedur wird in den meisten Fällen unter örtlicher Betäubung vorgenommen und dauert in der Regel zwischen drei bis neun Stunden. Größtenteils dauert in dieser Zeit die Vorbereitung der Transplantate, welche mikroskopisch aufgewertet werden.

Eine besonders moderne Methode bietet die FUE – Follicular Unit Extraction – oder FUI – Follicular Unit Insertion -. Im Laufe der Jahre stellte man fest, dass die Haaranteile nicht einzeln, sondern in naturgegebenen Haarbündeln wachsen. Diese Bündelungen entsprechen meist ein bis vier Haaren. Für die moderne Haartransplantation sind derartige follikulare Einheiten von höchster Bedeutung und gewährleisten ein gewinnversprechendes Endergebnis. Bei dieser Methode werden aus dem Haarkranz vereinzelt follikulare Einheiten mit einer Hohlnadel entnommen und an die vorgesehenen Kopfbereiche wieder eingesetzt. Der Zeitaufwand bei diesem Vorgang ist zwar enorm, dennoch spricht der große Erfolg für sich. Nach den Eingriffen verheilen die Hautöffnungen sehr schnell, so dass nach wenigen Tagen ein ästhetischer Eingriff meist nicht mehr erkennbar ist. Ein Wachstum der verpflanzten Haarteile ist in der Regel nach drei Monaten gegeben.

Ein jugendliches Aussehen mit einer vollen Haarpracht ist dennoch nicht kostenlos. Der Patient kann hier für Einzelsitzungen je nach Aufwand mit Kosten von über 3.000€ rechnen. Für zwei Sitzungen fallen meist 5.800€ an.
Viele Patienten suchen einen Facharzt auf, weil sowohl der Hinterkopf als auch die so genannten Geheimratsecken auf dem Kopf Überhand nehmen. Ein neues und vor allem volleres Aussehen bezüglich der Haarpracht soll vorgenommen werden. Dieser Eingriff ist allerdings bei einigen Patienten mit Schmerzen verbunden. Der Ablauf wird eher als langwierig und unangenehm bezeichnet. Obwohl bei einigen Patienten die eingepflanzten Haare nach bis zu drei Wochen auffielen, konnte dennoch berichtet werden, dass diese natürlicherweise sehr langsam nachwuchsen. Für ein komplettes Ergebnis müssen sich daher auch zukünftige Patienten ungefähr 4-5 Monate gedulden.
Einige Patienten berichteten, dass es mit einer Haartransplantation nicht getan war und aufgrund der nicht vorhandenen Haarfülle eine zweite Sitzung vorgenommen werden musste. Es ist daher sehr wichtig, dass mit dem Chirurge sämtliche Möglichkeiten und Operationsumfänge ausführlich und präzise besprochen werden, damit das Resultat für den Patienten ein glatter Erfolg wird.

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