Wie schlimm sind Wundheilungsstörungen wirklich?

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Durch nahezu jede Operation entsteht eine Wunde, die unbedingt bestmöglich versorgt werden sollte – besonders im Bereich der Schönheitsoperation, wenn ein Implantat eingesetzt, Fett entnommen oder überschüssiges Gewebe entfernt wird, ist eine Trennung des Gewebszusammenhangs an äußeren und inneren Körperflächen meist nicht zu umgehen. Verzögert oder verkompliziert sich nun der Ablauf der Wundheilung, so sprechen die Mediziner von einer Wundheilungsstörung. Doch was genau steckt hinter dem Begriff und was kann man tun, damit die Heilung gut vonstatten geht?

Die Wundheilung an sich ist ein recht komplizierter Prozess, bei dem der Körper verschiedene Zellen, Botenstoffe und anderweitige Substanzen benötigt. Die Heilung einer Wunde durchläuft mehrere Phasen, welche der Körper so schnell wie möglich abzuschließen versucht. Leider kann verloren gegangenes Gewebe schwer ersetzt werden, so dass in der Regel nur die Hälfte aller Operationswunden richtig gut abheilen. In einigen Fällen kann es zu Komplikationen kommen, die je nach Patient unterschiedlich ausfallen. So ist es nun mal Fakt, dass besonders bei älteren Menschen Wunden schlechter heilen als bei Kindern oder jüngeren Erwachsenen. Neben diesem Aspekt hängt die körpereigene Wundheilung an weiteren Faktoren ab, wie beispielsweise die Einnahme von besonderen Medikamenten oder einer schlechten Wundversorgung.

Begleiterscheinungen bei Wundheilungsstörungen

Bandage- Begleiterscheinung bei Wundheilungsstörungen• Anämie (Blutmangel)
• Erkrankungen des Bindegewebes
• Mangel an Gerinnungsfaktoren
• Eiweißmangel
• Vitaminmangel
• Zu geringe Kalorienaufnahme
• Starkes Übergewicht
• Störungen des Immunssystems
• Infektionskrankheiten
• Störungen des Hormonhaushaltes
• Psychische Erkrankungen
• Medikamenteneinnahme
• Erkrankungen der Blutgefäße
• Chirurgische Fehler

Manchmal ist auch die Natur nicht schuld

Dennoch gibt es natürlich Situationen, die sowohl von Seiten des Patienten als von Seiten des Chirurgen nicht beeinflussbar sind. Neben dem Altersfaktor können beispielsweise auch eine unausgewogene Ernährung, Stoffwechselerkrankungen oder Durchblutungsstörungen für eine Wundheilungsstörung verantwortlich sein. Ebenso haben Diabetiker ein fünfmal höheres Risiko an einer Störung der Wundheilung zu erkranken, als Menschen, die frei von dieser Krankheit sind.

Sehr wichtig ist auf jeden Fall, dass die frische Wunde optimal versorgt werden muss, damit keine Wundheilungsstörung auftreten kann. Hierfür ist es wichtig, dass nach der Operation die Wunde bestmöglich behandelt wird. Wird die Wunde beispielsweise gegen Operationsende unter Spannung vernäht oder werden falsche Materialen für die Naht verwendet, so kann die Wunde nicht richtig verheilen. Damit sich die Wunde nicht entzündet ist äußerste Vorsicht und Geschick gefragt: verstreicht zum Vernähen zuviel Zeit oder wird die Wunde nicht sachgemäß ruhig gestellt, so kann auch dies die Wundheilung stören.
Neben diesen maßgeblichen Gründen spielt selbstverständlich auch die Wundauflage eine gewichtige Rolle – eine rasche Wundheilung kann nur durch einen sterilen, sauberen Verband gewährleistet werden. Verklebt die Wunde andernfalls mit der Kompresse kann hier hingegen der Wundgrund nicht optimal abheilen, neu gebildete Hautzellen werden beim Verbandswechsel mit abgerissen und die Verletzung verheilt schlecht.

Wie kann ich eine Wundheilungsstörung verhindern?

Ob eine Wunde gut verheilt ist meist nicht vorauszusehen, dennoch kann man sich selbst und seinem Körper mit wenigen nützlichen Mitteln zu einer guten Wundheilung verhelfen.
• Fassen Sie nie eine Wunde direkt mit den Händen an, da ansonsten zusätzliche Keime in die Wunde geraten könnten
• Versorgen Sie die Wunde derart, wie es Ihnen Ihr Arzt angeordnet hat
• Waschen Sie größere Wunden nicht aus, sondern bedecken Sie diese mit einem keimfreien Verband
• Stark blutende Wunden sollten bestmöglich mit einem sterilen Druckverband versorgt werden.

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