Wien (OTS) – Mit dem Reform-Programm der deutschen Bundesregierung
verschärft sich
der Wettbewerb um die attraktivsten Wirtschaftsstandorte in Europa.
Deutschland setzt bei Bürokratieabbau, Arbeitsmarkt, Pensionen und
Investitionen Reformen um: Für den heimischen Standort wächst damit
der Handlungsdruck. „Deutschland zeigt, dass auch tiefgreifende
Strukturreformen politisch umsetzbar sind. Während unser wichtigster
Handelspartner seine Wettbewerbsfähigkeit stärkt, verliert Österreich
weiter an Boden. Der neuerliche Rückfall auf Platz 29 im IMD World
Competitiveness Ranking ist ein Warnsignal, das wir nicht länger
ignorieren dürfen“, sagt IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.
Aus Sicht der Industriellenvereinigung (IV) sind vor allem der
konsequente Bürokratieabbau, schnellere Genehmigungsverfahren, mehr
Flexibilität am Arbeitsmarkt und die Reform des Pensionssystems
richtungsweisend. Gerade die Kopplung des gesetzlichen
Pensionsantrittsalters an die Lebenserwartung zeigt, dass andere
Staaten bereit sind, jene Reformen anzugehen, vor denen Österreich
seit Jahren zurückschreckt.
Österreichs Industriestrategie wichtiger Schritt – weiter
konsequent umsetzen
Die Industriestrategie der österreichischen Bundesregierung ist
ein wichtiger Schritt. Entscheidend wird nun die konsequente
Umsetzung sein. Gleichzeitig braucht es darüber hinaus weitere
Strukturreformen, damit Österreich im internationalen
Standortwettbewerb nicht weiter zurückfällt. Denn Österreichs
Konjunkturproblem ist ein Strukturproblem. Dazu gehören insbesondere
eine konsequente Entbürokratisierung, raschere Genehmigungsverfahren,
wettbewerbsfähige Arbeitskosten sowie ein langfristig tragfähiges
Pensionssystem.
„Wir können uns nicht darauf verlassen, dass unsere
Wettbewerbsfähigkeit von selbst zurückkommt. Österreich braucht jetzt
dieselbe Reformentschlossenheit, die Deutschland derzeit vorzeigt. Es
geht nicht um einzelne Maßnahmen, sondern um einen grundlegenden
Kurswechsel für den Standort“, so Neumayer.