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Hattmannsdorfer: „Nächste Wasserstoffkonferenz findet in Wien statt“

Wien (OTS) – „Wir wollen, dass unsere Industrie auch künftig in
Österreich und
Europa produziert. Angesichts hoher Energiepreise und großer
Investitionen muss der Umbau zu CO2-Neutraler Produktion
wirtschaftlich möglich sein. Leistbarer Wasserstoff ist dabei ein
Schlüssel – etwa für die Stahl- und Chemieindustrie. Deshalb fördern
wir die heimische Erzeugung und arbeiten an zusätzlichen Lieferwegen
aus Nordafrika. In Wien bringen wir die Partner dafür zusammen.“

Zwtl.: Drittes Ministertreffen: Wien folgt auf Rom und Algier

Wien wird Gastgeber des dritten Ministertreffens zum Wasserstoff-
Südkorridor. Nach den Treffen in Rom 2025 und Algier 2026 setzt
Österreich damit die Zusammenarbeit mit Algerien, Tunesien, Italien
und Deutschland fort. Die fünf Länder arbeiten an einer
Pipelineverbindung, die erneuerbaren Wasserstoff aus Nordafrika über
Italien und Österreich nach Deutschland transportieren soll.

Beim zweiten Treffen in Algier stand das Zusammenspiel von
Produktion, Transport und industrieller Nachfrage im Mittelpunkt. Das
Projekt „ALTEH2A“ untersucht die Wasserstofferzeugung in Algerien und
den Transport nach Europa. Die „Offtaker Alliance“ organisiert die
Nachfrage von Industrieunternehmen aus Österreich, Deutschland und
Italien. Damit sollen die Voraussetzungen für Investitionen und
langfristige Lieferbeziehungen entstehen.

Zwtl.: Was Wasserstoff in der Industrie ersetzt

Wasserstoff ist für die Industrie nicht nur ein Energieträger. Er
wird auch als Rohstoff und für chemische Reaktionen gebraucht:

– Stahl: Um Eisen zu gewinnen, muss dem Eisenerz Sauerstoff entzogen
werden. Wasserstoff kann dabei in neuen Verfahren fossile
Reduktionsmittel ersetzen. Bei dieser Reaktion entsteht Wasser statt
CO₂.

– Chemie und Düngemittel: Wasserstoff ist ein wesentlicher
Ausgangsstoff für die Herstellung von Ammoniak, einem Ausgangsstoff
für Düngemittel. Erneuerbarer Wasserstoff kann den bisher fossil
erzeugten Wasserstoff ersetzen.

Zwtl.: Österreich fördert Produktion und schafft die Grundlage für
das Wasserstoffnetz

– Rund 275 Millionen Euro bereits zugesagt: Österreich unterstützt
vier heimische Wasserstoffprojekte. Die Förderentscheidung fiel 2025;
die Förderverträge sind abgeschlossen.

– Bis zu 200 Millionen Euro für die nächste Förderrunde: Österreich
sieht weitere nationale Mittel für heimische Projekte im Rahmen der
europäischen Wasserstoffauktion vor. Deren Start ist für Dezember
2026 geplant.

Erstmals Mittel für das Wasserstoff-Startnetz im Budget
verankert: Damit wird der Hochlauf einer Infrastruktur unterstützt,
die künftig heimische Erzeugung und Importe mit industriellen
Abnehmern verbinden soll.