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Greenpeace-Marktcheck: Ein Drittel der Fertigteige mit umweltschädlichem Palmöl

Wien (OTS) – Ein aktueller Marktcheck von Greenpeace hat gekühlte
Fertigteige
geprüft und dazu die Sortimente der österreichischen Supermärkte
ökologisch verglichen. Umweltschonende Zutaten in Blätter-, Mürb-,
Pizzateig und Co. sind die Ausnahme im Kühlregal: Ein Drittel enthält
umweltschädliches Palmöl und nur acht Prozent der Teige sind in Bio-
Qualität. Heimische Zutaten bei Öl und Mehl bleiben hingegen die
Ausnahme. Greenpeace fordert von Handel und Herstellern, auf
weitgereiste Zutaten wie Palmöl zu verzichten und heimisches Öl und
Mehl zu verwenden. Außerdem braucht es mehr Bio-Fertigteige im
Kühlregal. Am besten schneidet Spar beim Sortimentsvergleich ab,
gefolgt von Interspar und Lidl gleichauf am zweiten Platz.

Gundi Schachl, Leiterin des Greenpeace-Marktchecks: „Fix fertige
Teige aus der Kühlung werden immer beliebter, weil sie zeitsparend
und unkompliziert sind. Doch der Preis für die Umwelt ist hoch, denn
zu viele enthalten umweltschädliches Palmöl. Für seinen Anbau werden
extra Urwälder gerodet und so die Klimakrise angeheizt. Regionalität
hingegen ist bei Fertigteigen leider die Ausnahme: viele der
verwendeten Zutaten, wie Mehl und Öl, kommen schlichtweg nicht aus
Österreich.”

Kaum heimische Zutaten in den Teigen
Ein Drittel der geprüften Teige enthält weit gereistes Palmöl. Für
dessen Anbau roden Konzerne artenreiche Regenwälder im Globalen Süden
und zerstören wertvolle Torfmoore, was gigantische Mengen an CO₂
freisetzt. Zwei Drittel der Teige beweisen hingegen, dass die
Produktion auch ohne Palmöl gelingt. Am häufigsten nutzen die
Hersteller hier Sonnenblumen- und Rapsöl, wovon allerdings nur vier
Prozent aus Österreich stammen und über 60 Prozent aus weiteren EU-
Ländern. Beim Rest herrscht Intransparenz zur Herkunft. Auch beim
Mehl verschenkt die Lebensmittelbranche riesiges Potenzial: Obwohl
Österreich den eigenen Bedarf an Getreide fast vollständig deckt,
nutzen Hersteller bei über 80 Prozent der Teige Import-Mehl aus
anderen EU-Ländern.

Nur wenige umweltschonende Bio-Teige im Regal
Im Schnitt enthalten nur acht Prozent der Teige im Kühlregal
biologische Zutaten. Bei der Herstellung biologischer Lebensmittel
ist die Verwendung von chemisch-synthetischen Spritzmitteln verboten.
Auch von der bekannten österreichischen Marke “Tante Fanny” gibt es
keinen einzigen Teig in Bio-Qualität. Diese sind nur von den
Eigenmarken des Handel erhältlich. Greenpeace fordert daher nicht nur
mehr Zutaten aus österreichischer Landwirtschaft, sondern auch mehr
Teige in Bio-Qualität: “ Bio schont unser Wasser, die Böden und den
Lebensraum vieler wichtiger Bestäuber wie Bienen. Der Genuss
biologischer Lebensmittel ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz,
sondern auch besser für unsere Gesundheit ”, sagt Schachl.

Den zusammenfassenden Websiteartikel finden Sie hier:
https://greenpeace.at/marktcheck/teige-sept26/

Bildmaterial und Audio-O-Töne sowie weiterführende Informationen
finden Sie unter diesem Link : https://act.gp/Marktcheck_Fertigteige
Unter Angabe der Credits © Mitja Kobal / Greenpeace stehen die Fotos
kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

Inhalte auf einen Blick

– Thema: Ein aktueller Marktcheck von Greenpeace bewertet gekühlte
Fertigteige in österreichischen Supermärkten nach ökologischen
Kriterien.

– Ergebnis: Ein Drittel der Teige enthält umweltschädliches Palmöl,
nur acht Prozent weisen Bio-Qualität auf und importiertes Mehl und Öl
überwiegen bei den Produkten.

– Hauptforderung: Greenpeace fordert von Handel und Herstellern den
Verzicht auf Palmöl, den Einsatz von heimischem Öl und Mehl sowie
mehr Bio-Fertigteige im Kühlregal.

– Adressat: Supermarktketten sowie Markenhersteller wie Tante Fanny.

– Quelle / Material: Greenpeace Österreich /
https://act.gp/Marktcheck_Fertigteige