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FPÖ – Schmiedlechner: „Ardo-Aus ist Bankrotterklärung für ÖVP-Politik – nicht einmal bei TK-erbsen und Spinat sind wir wettbewerbsfähig!“

Wien (OTS) – „Wenn Österreich nicht einmal mehr Tiefkühlerbsen und
Spinat
wettbewerbsfähig verarbeiten kann, dann ist das eine
Bankrotterklärung unserer Standortpolitik! Ausgerechnet
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, LH-Stellvertreter Stephan
Pernkopf und Landwirtschaftskammerpräsident Lorenz Mayr spielen jetzt
rund um die Ardo-Schließung die empörten Retter. Statt ihre
politische Mitverantwortung für die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen anzuerkennen, zeigen sie mit dem Finger auf den
belgischen Konzern. Dieses politische Schattenboxen ist an
Scheinheiligkeit kaum zu überbieten!“, kritisiert FPÖ-Agrarsprecher
NAbg. Peter Schmiedlechner.

Nach der Schließung der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf drohe dem
Marchfeld der nächste schwere Schlag. Rund 240 Arbeitsplätze stehen
auf dem Spiel, hunderte Gemüsebauern bangen um ihre Absatzmärkte und
ein weiterer wichtiger Verarbeitungsstandort droht verloren zu gehen.

Standortpolitik: ÖVP und Grüne haben belastet, Ampelregierung
liefert keine ausreichenden Lösungen

„CO₂-Bepreisung, hohe Energiepreise, steigende Produktionskosten
und ausufernde Bürokratie setzen unsere Betriebe massiv unter Druck.
Die frühere türkis-grüne Regierung hat zusätzliche Belastungen
beschlossen, und die jetzige Ampelregierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS hat
bislang keine ausreichende Trendwende geschafft. Totschnig trägt in
beiden Regierungen Verantwortung. Wo waren die wirksamen
Gegenmaßnahmen und wo blieb der entschlossene Widerstand der
Landwirtschaftskammer?“

Besonders kritisiert Schmiedlechner das Fehlen einer umfassenden
Strategie für die heimische Lebensmittelversorgung: „Wo bleibt die
verpflichtende Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten
Lebensmitteln? Wo bleibt ein konkreter Plan zur Sicherung unserer
Eigenversorgung? Versorgungssicherheit beginnt beim Bauern und bei
der heimischen Verarbeitung – nicht bei Sonntagsreden!“

Ardo verweise auf mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, hohe Kosten und
Investitionsbedarf. „Natürlich trägt auch der Konzern Verantwortung
für seine Entscheidung. Aber einmalige Förderangebote beseitigen
keine strukturellen Standortnachteile.“

Regional statt Global – österreichische Lösung auf den Tisch!

Schmiedlechner fordert, gemeinsam mit der bestehenden bäuerlichen
Erzeugergemeinschaft, heimischen Verarbeitern und Investoren eine
Weiterführung des Werks oder eine alternative regionale
Verarbeitungslösung zu prüfen.

„Wenn Bund und Land bereit waren, einem internationalen Konzern
Unterstützung anzubieten, dann müssen sie auch eine österreichische
Lösung mit unseren Bauern unterstützen können. Die Bauern dürfen
dabei nicht allein das wirtschaftliche Risiko tragen.“

Schmiedlechner fordert konkret:

1. Standort und Arbeitsplätze sichern: Bund, Land und
Landwirtschaftskammer sollen innerhalb von 30 Tagen einen konkreten
Weiterführungs- oder Alternativplan mit der Erzeugergemeinschaft
vorlegen.

2. Produktionskosten senken: CO₂-Bepreisung abschaffen, Energie
steuerlich entlasten und unnötige Bürokratie abbauen.

3. Herkunft und Eigenversorgung sichern: Verpflichtende
Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Lebensmitteln, in
Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung sowie eine Strategie für
heimische Verarbeitungskapazitäten.

4. Bauern und Arbeitnehmer schützen: Absatzmärkte und bestehende
Lieferverträge absichern, Finanzierungsmöglichkeiten für eine
bäuerliche Beteiligung prüfen und einen Sozialplan für die
Beschäftigten ausarbeiten.

„Unsere Bauern brauchen keine politischen Schattenboxkämpfe,
sondern faire Produktionsbedingungen, sichere Absatzmärkte und eine
Zukunft für ihre Betriebe. Totschnig, Pernkopf und Mayr müssen jetzt
konkrete Ergebnisse liefern. Regional statt Global – heimische
Bauern, heimische Verarbeitung und österreichische Lebensmittel
zuerst!“, so Schmiedlechner abschließend.