Wien (OTS) – „Nach schwierigen Verhandlungen ist die Einigung auf die
Saisonierkontingente für 2027 und 2028 ein wichtiger Schritt für
viele unserer Tourismusbetriebe. Jetzt muss die Verordnung und die
Umsetzung durch das AMS rasch folgen, damit die Betriebe ihre
dringend benötigten Saisonarbeitskräfte rechtzeitig vor Beginn der
klassischen Wintersaison beschäftigen können“, betont Susanne Kraus-
Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in
der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Das Gesamtkontingent für die beiden kommenden Jahre umfasst
jeweils 6.250 Plätze und soll ab 1. Dezember 2026 gelten. Es setzt
sich aus in einem Grundkontingent von 4.250 Plätzen, das in
Spitzenmonaten um bis zu 50 Prozent überschritten werden kann, und
einem Zusatzkontingent von 2.000 Plätzen für Saisonarbeitskräfte aus
den Westbalkanstaaten – Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro,
Nordmazedonien und Serbien – zusammen.
„Wir haben bei der Ausnutzung der Saisonkontingente 2025 gesehen,
dass die Betriebe sehr verantwortungsvoll mit den Kontingenten
umgegangen sind und diese nur nach ihrem tatsächlichen Personalbedarf
genutzt haben. Dies wird auch in Zukunft so sein. Saisonarbeitskräfte
aus Drittstaaten ergänzen die Beschäftigten aus Österreich und
anderen EU-Staaten dort, wo zusätzliche Kräfte für die saisonalen
Spitzen gebraucht werden“, erklärt Kraus-Winkler. „Sie entlasten die
Stammbelegschaften und helfen den Betrieben, ihr Angebot
aufrechtzuerhalten. Ohne sie müssten viele Betriebe ihr Angebot
einschränken oder zeitweise schließen.“
Die Bundesspartenobfrau appelliert an Sozialministerin Korinna
Schumann, die Verordnung nun so rasch als möglich zu erlassen.
„Beschäftigungsbewilligungen, Visa und die Anreise der
Saisonarbeitskräfte benötigen oftmals einen wochenlangen Vorlauf. Die
Zeit bis zum Wintersaisonstart ist bereits äußerst knapp. Jetzt zählt
jeder Tag, damit die benötigten Arbeitskräfte rechtzeitig in den
Betrieben ankommen“, betont Kraus-Winkler. (PWK584/ES)