Wien (OTS) – „Endlich liegt nach langen Verhandlungen die Einigung
auf die
Saisonierkontingente auf dem Tisch. Unsere Tourismusbetriebe stehen
kurz vor dem Start in die Wintersaison und haben lange auf Klarheit
gewartet, mit welchem Personal sie planen können“, so Wirtschaftsbund
-Generalsekretärin Tanja Graf. Mit einem Gesamtkontingent von 6.250
Plätzen wird ein wichtiger Beitrag gegen den anhaltenden
Personalmangel in Hotellerie und Gastronomie geleistet.
Besonders positiv ist, dass das Kontingent für zwei Jahre
festgelegt wird: „Das Zweijahreskontingent schafft Planungs- und
Rechtssicherheit. Unsere Betriebe müssen nicht jedes Jahr aufs Neue
bangen, sondern können vorausschauend planen.“ Graf dankt in diesem
Zusammenhang besonders Bundesspartenobfrau Susanne Kraus-Winkler:
„Sie hat sich in den Verhandlungen mit großem Einsatz und
Hartnäckigkeit für unsere Betriebe starkgemacht. Dieses Ergebnis
trägt ihre Handschrift.“
Jeder Tag bis zum Wintersaisonstart zählt
Jetzt geht es darum, die Einigung ohne weitere Verzögerung
umzusetzen. „Jeder Tag bis zum Wintersaisonstart zählt. Ich
appelliere daher dringend an Sozialministerin Schumann, die
Verordnung so rasch als möglich zu erlassen. Die Betriebe brauchen
ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht irgendwann, sondern
jetzt“, so Graf.
Der Tourismus ist ein Motor für Wertschöpfung und Arbeitsplätze,
gerade in den ländlichen Regionen. Ohne Saisonkräfte könnten viele
Betriebe ihr Angebot nicht im vollen Umfang aufrechterhalten.
Besonders wichtig sind die Stammsaisoniers: „Viele Saisonkräfte
kommen seit Jahren in dieselben Betriebe zurück. Sie kennen die
Abläufe, sind eingearbeitet und ein fester Teil der Teams. Diese
Verlässlichkeit ist für unsere Betriebe Gold wert.“
Kontingente allein lösen den Personalmangel nicht
Gleichzeitig ist klar, dass die Kontingente nur ein Baustein sein
können. „Wir müssen weiterhin alle Hebel in Bewegung setzen, um mehr
Arbeitskräfte für den Tourismus zu gewinnen, von der Mobilisierung
inländischer Arbeitskräfte bis hin zu schnelleren und
unbürokratischeren Verfahren bei der Rot-Weiß-Rot-Karte“, so Graf.
„Denn eines ist klar: Ohne Mitarbeiter gibt es keinen Tourismus, und
ohne Tourismus verlieren ganze Regionen ihre wirtschaftliche
Lebensader. Wir stehen fest an der Seite unserer Betriebe und werden
nicht lockerlassen, bis sie die Arbeitskräfte haben, die sie für eine
erfolgreiche Saison brauchen.“