Totschnig: 96,6 Mio. Euro für klimafreundliche Wärmeprojekte in Österreich

Wien (OTS) – In der heutigen 166. Kommissionssitzung der
Umweltförderung im Inland
wurden 290 Umweltprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund
334,7 Mio. Euro und einem Förderungsbarwert von rund 96,6 Mio. Euro
genehmigt. Durch diese Vorhaben können jährlich rund 86.100 Tonnen CO
2 vermieden werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Projekten im
Bereich erneuerbarer Energieträger sowie der effizienten Nutzung
industrieller Abwärme. Die genehmigten Maßnahmen betreffen die
Förderungsbereiche Umweltförderung im Inland, die Sanierungsoffensive
sowie klimafreundliche Fernwärme- und Fernkältesysteme.

Die Umweltförderung im Inland unterstützt den Umstieg auf erneuerbare
Energieträger und hilft Unternehmen dabei, bislang ungenutzte
Energiepotenziale wie industrielle Abwärme für eine klimafreundliche
Wärmeversorgung zu erschließen. Damit leistet sie einen wesentlichen
Beitrag zur Dekarbonisierung des Wärmesektors, zur regionalen
Versorgungssicherheit und zu zusätzlichen Klimainvestitionen in den
Regionen.

„Umwelt- und Klimaschutz entsteht nicht auf dem Papier, sondern durch
konkrete Maßnahmen, die vor Ort umgesetzt werden. Mit rund 96,6 Mio.
Euro unterstützen wir 290 Projekte in ganz Österreich, die den Ausbau
erneuerbarer Energieträger vorantreiben, Abwärme nutzbar machen und
unsere Wärmeversorgung klimafreundlicher gestalten. Diese
Investitionen senken CO₂-Emissionen, stärken die regionale
Wertschöpfung und erhöhen die Versorgungssicherheit. Die
Umweltförderung im Inland ist dabei ein zentrales Instrument: Sie
unterstützt Gemeinden, Unternehmen und Private, die Verantwortung
übernehmen und in erneuerbare Energien, effiziente Wärmenutzung und
Kreislaufwirtschaft investieren. So machen wir Österreich klimafit
und bringen die Energiewende in den Regionen konkret voran“ , so
Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig.

Projektbeispiele
Ein in der 166. Kommissionssitzung behandeltes Projekt aus dem
Bereich der Abwärmenutzung stammt von der FunderMax GmbH.

Die FunderMax GmbH plant in Sankt Veit an der Glan, bislang
ungenutzte Abwärme aus der Dampfturbine T4 für die
Fernwärmeversorgung nutzbar zu machen. Die Wärme soll in den
Wärmeverbund Zollfeld GmbH und in weiterer Folge auch in das Netz der
Energie Klagenfurt eingespeist werden, um den steigenden
Fernwärmebedarf in der Region besser abzudecken.

Dafür wird die Dampfturbine technisch angepasst: Der Abdampfdruck
wird erhöht, damit die bisher über den Kühlturm abgeführte Wärme in
das Fernwärmenetz eingebunden werden kann. Zusätzlich sind
umfangreiche Umbauten an der Turbine sowie die Installation von Heiz-
und Regelkondensatoren erforderlich.

Durch das Projekt kann ohne zusätzlichen Primärenergieeinsatz ein
Abwärmepotenzial von rund 120 GWh pro Jahr erschlossen werden, davon
etwa 80 GWh jährlich im Winterbetrieb . Gleichzeitig werden fossile
Energieträger eingespart und die CO₂-Emissionen um rund 2.450 Tonnen
pro Jahr reduziert. Die Mittel stammen aus dem EFRE 21-27 mit dem
österreichischen Programm IBW/EFRE & JTF (Just Transition Fund).

Die Betriebliche Umweltförderung ist seit 1993 ein zentrales
Förderungsinstrument für Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz
in Österreich. Durch die laufende Weiterentwicklung der
Förderungsangebote im Einklang mit technologischen und
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterstützt sie Unternehmen dabei,
klimarelevante Maßnahmen rasch und wirksam umzusetzen. Damit leistet
sie einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Wirtschaft und zur
Erreichung der österreichischen Klima- und Energieziele.