Schönheitsoperationen – wenn die Patienten immer jünger werden

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Was die Erwachsenen vormachen, scheint für viele Teenager richtig zu sein. Gerade Popstars oder Schauspieler sind die wahren Idole der Heranwachsenden. Wenn sich Britney Spears die Oberweite aufwerten lässt oder junge Prinzessinnen die Lippen ausspritzen, scheint es für die Jugendlichen In und Trendy zu sein. Was hier hingegen als lustig und Kleinkinderstreich klingt, ist in Wahrheit purer Ernst: jedes fünfte Kind in Deutschland zwischen 9 und 14 Jahren wünscht sich eine kosmetische Korrektur. Bislang genügte die Erlaubnis der Eltern, jetzt sollen jedoch die Gesetze geändert werden. Experten sprechen von Pro und Contra dieser Gesetze? Doch was ist an dieser grundlegend körperlichen Veränderung richtig und was falsch?

Ein Gesetz, welches ausdrücklich Schönheitsoperationen bei Minderjährigen verbietet klingt durchaus logisch. Kosmetische Eingriffe bei Kindern gelten bei vielen Menschen und Institutionen als Körperverletzung. Andere wiederum sehen ein gesetzliches Verbot als sinnlos an und halten es nicht für umsetzbar. Fakt ist jedoch, dass eine Schönheitsoperation bei Kindern ein durchaus größeres Risiko birgt als bei Erwachsenen. So kann beispielsweise niemand abschätzen, was eine Brustoperation langfristig bei einem jugendlichen Körper eines Mädchens anrichtet, dessen Körper sich noch inmitten der Wachstumsphase befindet. Gutachter befinden allerdings, dass Ausnahmen sinnvoll wären und diese vorab genauestens untersucht werden müssten, um auszuschließen, dass eine Operation sinnvoll und unumgänglich wäre. Ist ein Kind zum Beispiel nach einem Unfall im Gesicht oder am restlichen Körper durch Brandverletzungen schwer betroffen, muss es operiert werden, um es weiterhin gesellschaftsfähig zu erhalten. Sind schiefe oder unschöne Nase zu operieren, so sind auf jeden Fall Gutachter zur Rate zu ziehen. Ohne Gutachten soll es zukünftig keine Schönheitsoperationen bei Kindern geben.

Die Mehrheit der Jugendlichen wird dieses Urteil wohl nicht so erheiternd finden. Laut dem LBS-Kinderbarometer wünschen sich schon ungefähr 10% der 9-14jährigen Mädchen eine Brustvergrößerung. Durch Stars und Sternchen im Fernsehen wird dieser Druck erstrecht verstärkt und die Makel an sich selbst kritisiert. Da reicht manchmal schon ein kleiner Huckel auf der Nase oder ein kleines Fettpölsterchen am Bauch, welches diese Mädchen zu einer ästhetischen OP veranlasst.
Ein gesetzliches Verbot würde nun aber die Rechte der Eltern einengen. Was ist nun objektiv gesehen wichtiger – das Elternrecht oder die Gesundheit des Kindes?

Manche Eltern geben ihren Schützlingen nach endlosen Diskussionen nach. Ist es soweit gekommen, muss das Gesetz an deren Stelle für die Kinder und Jugendlichen Partei ergreifen, welche unter anderen in Ermittlungsverfahren enden dürften. Denn ein verantwortungsvoller Arzt wird Eltern unmissverständlich davon überzeugen können, dass es sinnvoller ist, ihre Kinder von diesem Gedanken abzubringen und ihnen den Weg zum selbstbewussten Denken zu stärken. Ein Chirurge, der dies nicht tut und nur aus Geldgier operiert macht sich ebenso strafbar.

Natürlich gibt es Kritiker, welche solche Gesetze als sinnlos erachten und schon jetzt eine Flut von Klagen vor Augen haben. Einfache Gesetze für Schönheitsoperationen bei Jugendlichen wären nicht ausreichend, da genaue Richtlinien gesetzt werden müssten: was genau ist wann strafbar? Dürfen abstehende Ohren bei Kindern korrigiert werden? Ist ein Muttermal im Gesicht schon ein ästhetisches Manko? Dürfen Brustverkleinerungen vorgenommen werden?
Es gibt in der Tat Teenager, bei denen eine Brustverkleinerung durchaus angebracht wäre, da der übergroße Brustbereich zu einer Fehlhaltung der Wirbelsäule führen kann. Weiterhin gibt es Fälle von Muttermalen, welche nahezu das ganze Gesicht bedecken. Die Liste ist riesengroß und dies sind nur maßgebliche Grenzfälle von ästhetischen Operationen, welche kaum das Thema Schönheit und Seelenschmerz differenzieren können.

Ob hier verquere Schönheitsbilder oder medizinisch notwendige Fälle am Zuge sind, soll zukünftig von höherer Stelle beschlossen werden. Damit dies nicht verspätet geschieht, müssen auch künftig Lehrer in Unterrichtsstunden solche Themen mit Schülern diskutieren und Aufklärungen leisten. Was in einigen Kulturen schön und ästhetisch ist, scheint in anderen Ländern als Schönheitsideal nicht möglich. Gutachten und Aufklärungen sind die Zukunft der Schönheitsoperationen an Kindern und Jugendlichen – zum Wohle der Jugend.

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