Wien (OTS) – „Forschungsförderung ist ein zentraler Hebel für
Innovation,
Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit. Damit sie ihre volle Wirkung
entfalten kann, muss sie sich konsequent an den Bedürfnissen der
Unternehmen orientieren. Mit unseren Handlungsempfehlungen zeigen wir
praxisnahe Ansatzpunkte auf, wie sie effizienter, transparenter und
nutzerfreundlicher gestaltet werden kann“, betont WKÖ-Generalsekretär
Jochen Danninger anlässlich der Präsentation neuer
Handlungsempfehlungen der Wirtschaftskammer Österreich zur
Weiterentwicklung des Forschungsfördersystems.
Grundlage der Empfehlungen sind Rückmeldungen und Erfahrungen
forschungstreibender Leitbetriebe, KMU sowie Start-ups und Spin-offs,
die von WPZ Research erhoben und ausgewertet wurden. Im Fokus stehen
Verbesserungsmöglichkeiten entlang des gesamten Förderprozesses – von
der Orientierung über die Antragstellung und Abwicklung bis hin zur
Abrechnung. Die Handlungsempfehlungen verstehen sich als Beitrag zu
einem konstruktiven Dialog über die künftige Ausgestaltung der
Förderung.
Orientierung, Planbarkeit und Geschwindigkeit stärken
Für Unternehmen sind Orientierung im Fördersystem,
nachvollziehbare Anforderungen sowie Planbarkeit und Geschwindigkeit
der Verfahren entscheidend. Aus Unternehmenssicht stehen dabei
beispielsweise der Einsatz von KI für eine bessere Orientierung im
Fördersystem und mehr Transparenz im Förderprozess, die Verkürzung
und Verschlankung von Förderanträgen sowie ein besseres Matching
zwischen Förderkriterien und dem konkreten Bedarf der Unternehmen im
Mittelpunkt. Weitere konkrete Handlungsempfehlungen sind
beispielsweise mehr Effektivität im Fördersystem durch eine Abkehr
von der Kleinteiligkeit der Programme sowie die Verankerung von
Effizienz als Ziel in den Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen.
„Innovation braucht neben guten Förderangeboten vor allem ein
effizientes Fördersystem mit Planbarkeit und Geschwindigkeit. Rasche
Klarheit über Möglichkeiten, Abläufe und Entscheidungen stärkt die
Umsetzung von Forschungs- und Innovationsprojekten am Standort“, so
Danninger.
Beitrag zur Weiterentwicklung des Forschungsfördersystems
Die Handlungsempfehlungen sollen in die laufenden Verhandlungen
der zuständigen Ministerien zu den Leistungs- und
Finanzierungsvereinbarungen mit Forschungs- und Förderinstitutionen
einfließen und den weiteren Dialog zur Weiterentwicklung des Systems
unterstützen. „Forschungsförderung muss konsequent an den
Bedürfnissen der Unternehmen ausgerichtet werden. Mehr Planbarkeit,
einfachere Verfahren und raschere Entscheidungen stärken Innovation
und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig gilt es, bestehende Stärken
weiterzuentwickeln, den Zugang für Betriebe zu erleichtern und die
Umsetzung von Forschungs- und Innovationsvorhaben am Standort gezielt
zu unterstützen“, so Danninger abschließend. (PWK326/NIS)