Wien (OTS) – Die Neuaufstellung der Förderung ist ein richtiger
erster Schritt. Es
ist sinnvoll, nicht mehr nur zusätzliche PV-Anlagen zu fördern,
sondern stärker darauf zu achten, was unser Energiesystem tatsächlich
braucht. Speicher und intelligente Steuerung gehören deshalb ins
Zentrum. Klar ist aber auch: Mit einer neuen Förderung allein ist es
nicht getan. Das EAG braucht eine grundlegende Reform“, sagt WKÖ-
Generalsekretär Jochen Danninger. Künftig soll nicht mehr die
Errichtung einer neuen PV-Anlage im Mittelpunkt der
Investitionsförderung stehen. Stattdessen sollen Speichersysteme für
neue und bestehende PV-Anlagen unterstützt werden, wenn sie mit einem
intelligenten Energiemanagementsystem netz- und systemdienlich
betrieben werden. Sonnenstrom kann damit gezielter gespeichert und
dann genutzt oder ins Netz eingespeist werden, wenn er gebraucht
wird.
Mehr Planungssicherheit bei der Förderung
Auch die geplante Förderabwicklung ist aus Sicht der WKÖ ein
Fortschritt. Statt einzelner Fördercalls mit kurzen Zeitfenstern soll
ein kontinuierliches, antragsbasiertes Modell kommen. Wie dringend
die Änderung ist, zeigte der zweite Fördercall 2026: Nach nur 33
Sekunden waren die Mittel ausgeschöpft. Knapp 28.000 Anträgen standen
Mittel für rund 3.000 Projekte gegenüber. „Ein Fördersystem muss
Investitionen ermöglichen und planbar machen. Fördercalls, bei denen
die Mittel innerhalb weniger Sekunden ausgeschöpft sind, erfüllen
diesen Anspruch nicht. Der Umstieg auf ein kontinuierliches Modell
ist deshalb richtig“, so Danninger.
EAG insgesamt weiterentwickeln
Die Neugestaltung der Förderung löst jedoch nicht den
grundsätzlichen Reformbedarf beim EAG. Aus Sicht der WKÖ braucht es
einen Rahmen, der den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent mit der
verfügbaren Infrastruktur und den Anforderungen des Energiesystems
verbindet. „Die nächste Phase der Energiewende braucht mehr
Fördereffizienz, mehr Wettbewerb und deutlich mehr Markt. Dort wo
Förderungen notwendig sind, müssen sie zielgerichtet, kosteneffizient
und wettbewerblich ausgestaltet sein. Wir müssen Erzeugung, Netze,
Speicher und Verbrauch als Gesamtsystem denken und verlässliche
Rahmenbedingungen für Investitionen schaffen.“, so Danninger
abschließend. (PWK509/NIS)