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Neue „Tourismusstrategie Niederösterreich 2030+“ präsentiert

St. Pölten (OTS) – Die „Tourismusstrategie Niederösterreich 2030+“
wurde heute,
Dienstag, im Millenniumssaal im NÖ Landhaus von Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Wirtschaftskammer NÖ-Präsident
Wolfgang Ecker und Ferdinand Schachner vom Hotel Schachner in Maria
Taferl präsentiert.

„Wir können ein Land unsere Heimat nennen, in dem andere Urlaub
machen wollen. Darauf können wir stolz sein“, sagte Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner und verwies auf die Vielfalt des Landes: „Unsere
Landschaft und Natur, unsere Kultur, Stifte, Klöster und Museen,
unsere herausragende Kulinarik und Wirtshauskultur und vor allem die
vielen Gastgeberinnen und Gastgeber, die mit viel Engagement für ihre
Gäste da sind.“ Die Zahlen würden bestätigen, unterstrich sie, dass
man sich auf dem richtigen Weg befinde: Rund zwei Milliarden Euro
Umsatz werden in Niederösterreich im Tourismus erwirtschaftet. Im
vergangenen Jahr konnten drei Millionen Gästeankünfte verzeichnet
werden. Mikl-Leitner dazu: „Und wir sehen auch, dass gerade jetzt
intensiv in unseren Tourismus investiert wird. Das zeigt:
Niederösterreich wird als Urlaubs- und Ausflugsland immer
attraktiver. Gerade für unsere Regionen ist der Tourismus von
wesentlicher Bedeutung: Er bringt Beschäftigung und Wertschöpfung ins
Land und verbessert die Lebensqualität für die niederösterreichischen
Landsleute.“

Die aktuellen Herausforderungen und Chancen rund um
Digitalisierung und Wachstum im Tourismus wolle man, so die
Landeshauptfrau, für Niederösterreich nutzen: „Deshalb habe ich zu
Beginn des Jahres den Auftrag gegeben, eine neue Strategie zu
erarbeiten – mit einer möglichst breiten Beteiligung aller Bereiche
unserer Tourismuswirtschaft. Mehr als 200 Menschen haben sich in
diesen Prozess eingebracht und die Strategie gemeinsam auf den Weg
gebracht.“

Mit Qualität wolle man Erlebnisse schaffen, daher verfolge man
drei konkrete Ziele: Erstens wolle man den Betrieben das Arbeiten
leichter machen und bürokratische Hürden abbauen. Zweitens gehe es
darum, die Qualität weiter zu steigern – wie das unter anderem
Investitionen vom Moorbad Harbach über das Gartenhotel Pfeffel bis
zum neuen Leonardo Smart am Flughafen Schwechat zeigen. Drittens
wolle man mehr nationale und internationale Gäste ganzjährig für
Niederösterreich begeistern.

Laut der Landeshauptfrau „bauen wir weiterhin auf vier zentrale
Schwerpunkte: Ausflugstourismus, Urlaubstourismus,
Gesundheitstourismus und Wirtschaftstourismus. Wir wollen uns auch
international noch stärker in die Auslage stellen und die östlichen
Nachbarländer intensiver bearbeiten. Bis 2030 wollen wir das
Nächtigungsvolumen aus den Märkten der östlichen Nachbarländer um
100.000 Nächtigungen steigern. Darüber hinaus setzen wir auf Natur-
und Aktivangebote sowie unsere Leitprojekte wie den Weinherbst.“

Zusammengefasst sagte die Landeshauptfrau: „Wir machen unseren
Betrieben das Arbeiten leichter. Wir steigern die Qualität unserer
Angebote und wir wollen mehr Gäste für Niederösterreich begeistern.“
Mit der Tourismusstrategie 2030+ gestalte man aktiv, setze auf
Zuversicht und stehe an der Seite der Unternehmen.

Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker sagte,
„erfolgreicher Tourismus braucht wirtschaftlich gesunde Betriebe.“ Er
zeigte sich erfreut darüber, dass bei der Erarbeitung der neuen
Strategie alle Akteure mitgearbeitet hätten: „Damit haben die
Anliegen und Erfahrungen einen festen Platz in der regionalen
Tourismusentwicklung. Für die Umsetzung braucht es die Zusammenarbeit
aller.“ Laut Ecker sorge die Tourismusbranche nicht nur für
Wertschöpfung, sondern sichere auch Arbeitsplätze und bringe Aufträge
für zahlreiche weitere Branchen. „Es profitieren viele Unternehmen
davon, wenn viele Gäste bei uns Urlaub machen“, unterstrich Ecker,
der auch eine Lanze für das „Wirtshaus als wichtigen Treffpunkt für
den Ort“ brach. „Freizeitangebote machen eine Region lebenswert“,
sagte er weiters. Gleichzeitig sei die wirtschaftliche Situation für
den Tourismus herausfordernd. Es brauche daher leistbare Energie,
niedrige Lohnnebenkosten und weniger Bürokratie. Der Präsident führte
zudem aus, dass die Wirtschaftskammer bei Betriebsübergaben
unterstütze, und verwies auf die Veranstaltungsreihe „Nachfolge 2026+
“, die Nachfolgeberatung, den Leitfaden zur Betriebsnachfolge sowie
die Nachfolgebörse. Einen weiteren Schwerpunkt setze man im Bereich
der Digitalisierung, indem man Betriebe dabei unterstütze, passende
Lösungen für den Alltag zu nutzen.

Hotelbetreiber Ferdinand Schachner bedankte sich für die
Möglichkeit, bei der Erarbeitung der Tourismusstrategie mitwirken zu
dürfen. „Man wurde gehört, es wurde auf den Punkt gebracht. Es macht
mich stolz, Teil davon zu sein“, sagte er. Schachner betreibt ein
Hotel in Maria Taferl, das in den vergangenen Jahren auf den
modernsten Stand gebracht wurde: „Wir haben in den letzten Jahren
immer in Qualität investiert. Das ist der richtige Weg“, unterstrich
er. Zur Digitalisierung meinte Schachner, diese solle keine
Arbeitsplätze ersetzen, sondern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
unterstützen: „Digitalisierung ist ein langer Weg. Es braucht den
Menschen, der sie kontrolliert. Ziel soll sein, dass der Mensch durch
Digitalisierung mehr Zeit für den Menschen hat.“