Telfs (OTS) – Auf bis zu 3.440 Metern Seehöhe arbeitete Künstlerin
Hannah Philomena
Scheiber monatelang freihängend am Seil, um die Stützen zweier
Seilbahnen in monumentale Kunstobjekte zu verwandeln: jene der
Wildspitzbahn am Pitztaler Gletscher, der höchstgelegenen Seilbahn
Österreichs, und jene der Karlesjochbahn am Kaunertaler Gletscher am
Dreiländereck von Österreich, Italien und der Schweiz. Wind, Kälte
und die Arbeit mehrere hundert Meter über dem Talboden machten jeden
Arbeitsschritt an den Stahl- und Betonstützen zur Herausforderung.
Zwtl.: Kunst ist das, was bleibt, wenn der Gletscher geht
Bereits seit 15 Jahren beschäftigt sich Scheiber künstlerisch mit
dem Spannungsfeld zwischen Naturraum und menschlichem Eingriff. Der
Standort ist dabei kein Zufall: Der Gepatschferner, an dem beide
Gletscherregionen liegen, ist der flächenmäßig größte Gletscher
Österreichs und wie viele Gletscher der Alpen zunehmend vom
Abschmelzen geprägt.
„Wo die Natur ihre Spuren hinterlässt, setzt diese künstlerische
Intervention ein Zeichen, zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit“ ,
fasst Scheiber zusammen.
Zwtl.: Kunst in Österreichs höchster Bergstation
Weitere Arbeiten der Künstlerin sind in der Bergstation der
Wildspitzbahn auf 3.440 Metern zu sehen, die damit zum höchsten
Schauplatz für Kunst und Kultur in Österreich wird.
„Kunst kann unseren Blick verändern. Gerade am Gletscher treffen
Natur und menschliche Gestaltung unmittelbar aufeinander. Die
Infrastruktur wird selbst zur Leinwand – und eröffnet damit einen
anderen Blick auf den Berg, auf Veränderung und auf unsere
Verantwortung für die alpine Zukunft“ , resümiert Beate Rubatscher-
Larcher , Geschäftsführerin der Pitztaler Gletscherbahn.
Zwtl.: Über Hannah Philomena Scheiber
Hannah Philomena Scheiber , geboren 1991 in Tirol, lebt und
arbeitet im Ötztal. Sie studierte an der Universität für angewandte
Kunst Wien sowie an der School of Visual Arts (SVA) in New York (USA)
bei Jerry Saltz und Stefan Sagmeister . Seit 2024 lehrt sie „Kunst &
Gestaltung“ an der KPH Edith Stein. Wasser, Gletscher und die
Vergänglichkeit alpiner Landschaften prägen ihre Arbeit zwischen
Abstraktion und Realismus seit mehr als einem Jahrzehnt. Ihre Werke
waren in Galerien und Museen im DACH-Raum, in Italien und den USA zu
sehen und befinden sich unter anderem in den Mountain Museums von
Reinhold Messner ; zu ihren Sammlern zählen Marina Hoermanseder und
DJ Ötzi . Weitere Informationen auf hannahphilomena.art
Die Langfassung der Aussendung ist auf leisure.at zu lesen.