Wien (OTS) – Die Fahrradstraße Meiselstraße in Penzing und
Rudolfsheim-Fünfhaus
gewinnt den diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien. Zudem wurden zwei
weitere vorbildliche Projekte von VCÖ, Stadträtin Ulli Sima und ÖBB
ausgezeichnet: Das Projekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement Wien
2026+“ der Wirtschaftskammer Wien sowie die Verlängerung der
Straßenbahnlinie 18.
In Wien ist der Anteil von Öffentlichem Verkehrs, Gehen und
Radfahren im Bundesländer-Vergleich am höchsten, mit 74 Prozent im
Vorjahr. „Das Mobilitätsverhalten der Wiener Bevölkerung ist im
Bundesländer-Vergleich am kostengünstigsten und
klimaverträglichsten“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.
Die Wiener Haushalte sparen sich im Vergleich zum
Durchschnittshaushalt in Österreich rund 1.850 Euro pro Jahr an
Mobilitätskosten. Wiener Haushalte geben im Schnitt 10,7 Prozent für
Mobilität aus, Haushalte in Österreich 13,6 Prozent, weist der VCÖ
auf Daten der Statistik Austria hin. Mit rund 1.300 Kilogramm pro
Jahr hat der Verkehr in Wien die niedrigsten Pro-Kopf-Treibhausgas-
Emissionen, der Durchschnitt der anderen Bundesländer ist mit 2.360
Kilogramm pro Kopf um 82 Prozent höher, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse
auf Basis von Daten des Umweltbundesamts zeigt.
Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto
„nachhaltig.effizient.innovativ“. 75 Projekte aus Wien wurden
eingereicht, so viele wie in keinem anderen Bundesland. Am besten
bewertet wurde von der Fachjury die Fahrradstraße Meiselstraße, wo
seit Herbst 2025 der Radverkehr Vorrang hat. Gemeinsam mit dem
Zweirichtungsradweg auf der Hütteldorfer Straße gibt es nun eine
radfahrfreundliche Ost-West-Verbindung durch Rudolfsheim-Fünfhaus und
Penzing. Zusätzlich wurden Klimawandelanpassungsmaßnahmen umgesetzt:
60 Bäume wurden gepflanzt, 900 Quadratmeter begrünt und weitere 3.100
Quadratmeter entsiegelt. Der Schulvorplatz der Schule Lortzinggasse
wurde autofrei und damit die Verkehrssicherheit für die Kinder
erhöht. Den VCÖ-Mobilitätspreis Wien nahmen Penzings
Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner und der Bezirksvorsteher von
Rudolfsheim-Fünfhaus, Dietmar Baurecht, von Stadträtin Ulli Sima, VCÖ
-Sprecher Christian Gratzer und Christian Holzer von der ÖBB-
Infrastruktur entgegen.
Betriebliches Mobilitätsmanagement 2026+ ist ein Programm der
Wirtschaftskammer Wien, an dem heuer neun Unternehmen mit insgesamt
7.800 Beschäftigten teilnehmen. Gemeinsam mit anderen Betrieben und
in Begleitung von Expertinnen und Experten werden Maßnahmen für eine
effizientere und nachhaltigere Mobilität am Arbeitsweg erarbeitet,
wie beispielsweise eine überbetriebliche Mitfahrbörse. Der Arbeitsweg
ist der häufigste Mobilitätsgrund an Werktagen. Um Staus im
Frühverkehr zu reduzieren, spielen Unternehmen eine zentrale Rolle.
Stadträtin Ulli Sima, VCÖ und ÖBB überreichten die Auszeichnung als
vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien an Andrea Faast
und Christian Holzhauser von der Wirtschaftskammer Wien.
Als weiteres vorbildliches Projekt wurde beim VCÖ-Mobilitätspreis
Wien die Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 von der U3-Station
Schlachthausgasse bis zur U2-Station Stadion prämiert. Damit ist
Wiens Straßenbahnnetz heute um 3,1 Kilometer länger als zu
Jahresbeginn. Seit dem 5. September können Fahrgäste von der U6-
Station Burggasse direkt zur U2-Station Stadion fahren. Der 18er
bietet Umsteigemöglichkeiten zu fünf U-Bahnlinien. Der Neubau wurde
auch für Klimawandelanpassungen im Straßenraum und für die
Verbesserung der Radinfrastruktur genutzt. 200 neue Bäume wurden
gepflanzt, mehr als 10.000 Quadratmeter begrünt und rund 2.150 Meter
neue Radwege errichtet. Das Projekt wurde von den Wiener Linien und
der MA 18 umgesetzt. Für die Wiener Linien nahmen Geschäftsführerin
Alexandra Reinagl und Marlene Eistert und für die MA 18
Abteilungsleiter Clemens Horak und Referatsleiterin Sarah Bittner-
Krautsack die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-
Mobilitätspreis Wien entgegen.
„Herzliche Gratulation an alle Projektsieger! Natürlich freue ich
mich besonders, dass heuer Projekte ausgezeichnet wurden, bei denen
wir als Stadt unmittelbar beteiligt sind. Die klimafitte
Fahrradstraße durch den 15. und 14. Bezirk ist eines der Highlights
unserer großen Radwegoffensive, und die Verlängerung der Linie 18
schafft eine neue Öffiverbindung, die jährlich 1.300 Tonnen CO 2
einspart!“, freut sich Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.
„Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien zeigt eindrucksvoll, wie viele gute
Ideen und konkrete Projekte es gibt, um Mobilität nachhaltiger,
effizienter und innovativer zu gestalten“, gratuliert Christian
Holzer von der ÖBB-Infrastruktur AG.
Der VCÖ-Mobilitätspreis wird vom VCÖ in Kooperation mit der Stadt
Wien und den ÖBB durchgeführt und von Gesiba und dem Verkehrsverbund
Ost-Region VOR unterstützt. Auf der VCÖ-Website www.vcoe.at sind
bereits mehr als 3.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte in einer
Online-Datenbank für alle zugänglich.
Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis Wien: www.vcoe.at
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/