Wien (OTS) – Die Gewerkschaft vida ist erfreut, dass der
Tourismusbeschäftigtenfonds seine Arbeit aufnimmt. Die direkte
Förderung der Beschäftigten sei eine dringend notwendige Ergänzung
der bestehenden Unternehmensförderungen des Wirtschaftsministeriums.
„Es ist dies ein Erfolg der vida für die Beschäftigten in der
Branche: Schließlich habe die Gewerkschaft sowohl für eine
sozialpartnerschaftliche als auch für eine gesetzliche Einrichtung
eines solchen Fonds zehn Jahre lang hartnäckig gekämpft“, sagt Eva
Eberhart, Vorsitzende des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft
vida.
„Mit dem neuen Fonds können sich Beschäftigte aus Hotellerie und
Gastronomie, die leider immer noch zu den Niedrigverdienenden zählen,
einen wichtigen finanziellen Beitrag bei Kosten für Weiterbildungen,
Kinderbetreuung oder bei Arbeitslosigkeit holen“, unterstreicht
Eberhart.
„Die strukturellen Probleme in der Branche kann man mit 6,5
Millionen Euro – so hoch ist der Fond jährlich dotiert – zwar nicht
lösen. Aber Förderungsmittel aus diesem Fonds machen etwa für eine
alleinerziehende berufstätige Kollegin, die Kosten für die
Kinderbetreuung stemmen muss, eine willkommene Unterstützung aus“,
betont die vida-Gewerkschafterin.
Dass Betriebe, die gute Lösungen – beispielsweise zur Vorkehrung
gegen sexuelle Belästigung – getroffen haben, durch den
Tourismusbeschäftigtenfonds vor den Vorhang geholt werden sollen,
begrüßt Eberhart.
„Viele Möglichkeiten des Tourismusbeschäftigtenfonds können etwa
direkt in einem Mitarbeitergespräch angesprochen werden. Wir freuen
uns schon jetzt über alle Betriebe, die mit gutem Beispiel
vorangehen, die Qualifikation unterstützen, indem sie etwa für ihre
Beschäftigten Aus- und Weiterbildung auch während der Arbeitszeit
ermöglichen und den zweiten Teil der Kurskosten übernehmen“, schließt
Eberhart.