Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) zeigt
sich tief
besorgt über die Verhaftung des türkischen Stand-up-Satirikers Deniz
Göktaş und fordert seine umgehende Freilassung.
Die Inhaftierung eines Künstlers wegen satirischer und
humoristischer Inhalte stellt einen schwerwiegenden Eingriff in die
Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit dar. In einem demokratischen
Rechtsstaat müssen auch provokante, kritische und unbequeme
künstlerische Ausdrucksformen geschützt werden.
Satire darf nicht kriminalisiert werden. Humor ist kein
Verbrechen.
Die Verhaftung eines Stand-up-Satirikers nach einem millionenfach
gesehenen Bühnenauftritt bedeutet gerade in diesen ohnehin
schwierigen Zeiten einen schweren Schaden für das internationale
Ansehen der Türkei, ihre Wirtschaft, ihre Demokratie sowie das
Vertrauen in die Unabhängigkeit ihrer Justiz.
Der Weg zu einer starken Türkei führt über einen freiheitlich-
demokratischen Rechtsstaat mit funktionierender Gewaltenteilung,
unabhängiger Justiz und garantierten Grundrechten.
Die TKG steht für die Vision einer wirtschaftlich starken,
demokratisch stabilen und rechtsstaatlich verlässlichen Türkei, in
der Freiheit, Gerechtigkeit und unabhängige Institutionen geschützt
und gestärkt werden.
Mit allem Respekt appelliert die TKG an die zuständigen Behörden
in der Türkei, rechtsstaatliche Prinzipien konsequent zu wahren. Eine
freie Gesellschaft zeigt ihre Stärke vor allem darin, wie sie mit
Kritik, Satire und gesellschaftlichem Dissens umgeht.
Die TKG fordert die sofortige Freilassung von Deniz Göktaş.