Leopoldsdorf/Wien (OTS) – Energieverbräuche in öffentlichen Gebäuden
nachvollziehbar erfassen,
Einsparpotenziale erkennen und Heizungsanlagen effizienter betreiben:
Das Wiener Technologieunternehmen SensIQon hat bei einem Besuch in
der niederösterreichischen Gemeinde Leopoldsdorf Möglichkeiten seiner
Sensor- und KI-Technologie vorgestellt. Im Mittelpunkt standen ein
Gespräch mit Bürgermeister Fritz Blasnek sowie die Besichtigung der
Heizanlage der Volksschule Leopoldsdorf . Im Rahmen des Termins
unterzeichneten die Marktgemeinde Leopoldsdorf, SensIQon und TrendUp
eine Absichtserklärung (Letter of Intent) für ein gemeinsames
Pilotprojekt zur intelligenten Erfassung und Optimierung kommunaler
Energieverbräuche. Ziel ist es, Einsparpotenziale in örtlichen
Gebäuden zu identifizieren, die Energiebuchhaltung zu unterstützen
und einen Beitrag zur Energieeffizienz sowie zur Reduktion von CO₂-
Emissionen zu leisten.
Die Präsentation veranschaulichte, wie vorhandene Mess- und
Anlagentechnik mit einer modularen IoT-Box verbunden und für eine
digitale Energiebuchhaltung genutzt werden kann.
Zwtl.: Digitale Energiebuchhaltung macht Verbrauch sichtbar
Schulen, Kindergärten, Gemeindeämter und Sportanlagen benötigen
Strom, Wärme und Wasser. Verbrauchsdaten liegen jedoch oft in
unterschiedlichen Systemen vor. SensIQon soll diese Daten zentral
zusammenführen, langfristig vergleichbar machen und mithilfe KI-
gestützter Analysen auf Auffälligkeiten hinweisen.
An der Volksschule Leopoldsdorf wurde die Heizanlage als
möglicher Einsatzbereich definiert: Temperaturwerte, Betriebszeiten
und Energieverbräuche könnten erfasst und ausgewertet werden, um
unnötige Laufzeiten oder ungewöhnliche Verbrauchsmuster leichter zu
erkennen.
Für Bürgermeister Fritz Blasnek ist der Einsatz moderner
Technologien Teil einer umfassenderen Strategie zur Weiterentwicklung
und Modernisierung der Gemeinde. Angesichts begrenzter öffentlicher
Mittel gewinnen Maßnahmen zur Senkung laufender Betriebskosten
zunehmend an Bedeutung.
Bürgermeister Fritz Blasnek : „Die öffentlichen Mittel werden
nicht mehr, gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Gemeinden.
Umso wichtiger ist es, vorhandene Ressourcen intelligent und
effizient einzusetzen. Jeder Euro, den wir durch einen geringeren
Energieverbrauch einsparen, steht uns für andere wichtige Projekte
und Investitionen zur Verfügung, die unmittelbar unserer Bevölkerung
zugutekommen. Mein Ziel ist es, Leopoldsdorf zu einer der
innovativsten Gemeinden Niederösterreichs zu machen. Mit modernen
Technologien, neuen Ideen und einer konsequenten Weiterentwicklung
unserer Infrastruktur wollen wir zeigen, wie eine zukunftsorientierte
Mustergemeinde aussehen kann. Wenn moderne Sensorik und verständliche
Auswertungen dabei helfen, Einsparpotenziale zu erkennen, ist das ein
sehr interessanter Ansatz für die kommunale Praxis.“
Zwtl.: Energieeffizienz und europäische Vorgaben
Auch die europäische Energieeffizienzrichtlinie EED III erhöht
die Bedeutung eines ebenso strategischen wie nachhaltigen Umgangs mit
Energie im öffentlichen Sektor. Digitale Energiebuchhaltung kann
Gemeinden helfen, Verbräuche zu dokumentieren, Maßnahmen zu bewerten
und Investitionsentscheidungen besser vorzubereiten. Welche konkreten
gesetzlichen Pflichten für einzelne Gemeinden gelten, hängt von der
nationalen Umsetzung und den jeweiligen Voraussetzungen ab.
Zwtl.: Bestehende Sensoren intelligent verbinden
SensIQon setzt bei vorhandener Infrastruktur an: Die modulare IoT
-Box bindet bestehende Sensoren und technische Anlagen an eine
gemeinsame Plattform an. Dort werden Messwerte aufbereitet und
übersichtlich dargestellt. Zusätzliche Sensorik kann je nach
Datenqualität und Anwendungsfall ergänzt werden.
Spezialisierte Softwaremodule unterstützen die Überwachung von
Anlagenzuständen, die Analyse von Energie- und Wasserverbrauch sowie
vorausschauende Wartung. KI-gestützte Auswertungen sollen
Auffälligkeiten und ungewöhnliche Verbrauchsmuster erkennbar machen
und konkrete betriebliche Entscheidungen unterstützen.
Der Einstieg erfolgt schrittweise: Anlagen und Schnittstellen
analysieren, einen abgegrenzten Bereich pilotieren, Messdaten
auswerten und bewährte Anwendungen auf weitere Standorte übertragen.
Konkrete Einsparungen können erst nach einer Ausgangsmessung und
einer Überprüfung im Betrieb beziffert werden.
Zwtl.: TrendUp GmbH unterstützt Entwicklung
Während SensIQon die konkrete IoT- und KI-Technologie entwickelt,
unterstützt TrendUp den unternehmerischen Aufbau, die Vernetzung mit
Technologie- und Anwendungspartnern sowie die Erschließung neuer
Märkte. Yuan Dawei bringt als Gründer und Geschäftsführer von TrendUp
internationale Erfahrung im Aufbau von Technologieunternehmen ein und
stellt auch die finanziellen Mittel zur Weiterentwicklung der
SensIQon-Lösungen zur Verfügung.
Yuan Dawei : „Unser Ziel bei TrendUp ist es, die Entwicklung
innovativer Technologien zu ermöglichen und diese gemeinsam mit
starken Partnern in die praktische Anwendung zu bringen. Die
Verbindung von Technologieentwicklung und konkreten Anwendungsfällen
ist dabei entscheidend. Viele Unternehmen und Gemeinden verfügen
bereits über eine umfangreiche technische Infrastruktur, deren
Potenzial noch nicht vollständig genutzt wird. Genau hier setzt
SensIQon an. Besonders freut es mich, dass wir mit der Marktgemeinde
Leopoldsdorf nun ein konkretes Pilotprojekt auf den Weg bringen
können. Gemeinsam wollen wir demonstrieren, wie intelligente
Datennutzung einen messbaren Mehrwert schaffen und Gemeinden dabei
unterstützen kann, Energie und Kosten zu sparen.“
Die Zusammenarbeit ist langfristig ausgerichtet und soll die
Grundlage für weitere Anwendungen und Partnerschaften in Österreich
und darüber hinaus schaffen.
Zwtl.: Vom kommunalen Gebäude zur Industrieanlage
Die SensIQon-Technologie ist nicht auf Gemeinden beschränkt. Auch
Produktionsbetriebe, Gebäudebetreiber und Versorgungsunternehmen
können ihre vorhandene Sensorik zur Zustandsüberwachung,
Ressourcenoptimierung und Unterstützung von Wartungsentscheidungen
nutzen.
Emanuel Plopu, Geschäftsführer von SensIQon , erklärt: „Gerade
bei bestehenden Heizungsanlagen können zusätzliche Informationen über
Laufzeiten, Temperaturen und Verbrauch helfen, technische
Zusammenhänge besser zu verstehen. Unser Ansatz ist, vorhandene Daten
nutzbar zu machen und Verbesserungen Schritt für Schritt im Betrieb
zu prüfen.“
Über die Marktgemeinde Leopoldsdorf
Die Marktgemeinde Leopoldsdorf liegt südlich von Wien im Bezirk
Bruck an der Leitha und zählt rund 5.600 Einwohnerinnen und
Einwohner. Unter Bürgermeister Fritz Blasnek verfügt die Gemeinde
über eine vielfältige öffentliche Infrastruktur, darunter eine
Volksschule mit rund 200 Schülerinnen und Schülern in zehn Klassen,
mehrere Kindergärten, Kinderbetreuungseinrichtungen sowie das
Gemeindeamt und weitere kommunale Gebäude/Einrichtungen. Der
effiziente Betrieb und die nachhaltige Bewirtschaftung dieser Gebäude
sind wichtige Ansatzpunkte, um Energiekosten langfristig zu senken
und Ressourcen gezielt einzusetzen. www.leopoldsdorf.gv.at
Über Yuan Dawei
Yuan Dawei ist ein international tätiger Technologieunternehmer
mit Erfahrung in den Bereichen Finanztechnologie, digitale
Plattformen und Unternehmensentwicklung. Er studierte Mathematik und
Computational Science an der China University of Petroleum und war
von 2013 bis 2015 als Operations Director und Mitgründer bei Huobi
tätig. 2016 war er Mitgründer von ColdLar Wallet. Seit 2023 ist er
Gründer von Red Dot Technology Limited, dem Unternehmen hinter
RedotPay. Als Gründer und Geschäftsführer von TrendUp investiert er
in die Weiterentwicklung der SensIQon-Lösung und unterstützt mit
finanziellen Mitteln sowie seiner internationalen Erfahrung den
Aufbau und die Expansion innovativer Unternehmen in Österreich.
Über TrendUp
Die TrendUp GmbH begleitet technologieorientierte
Innovationsprojekte von der Entwicklung bis zur Marktreife und
Skalierung. Das Unternehmen verbindet technologische Kompetenz mit
unternehmerischer Erfahrung und internationalen Netzwerken. Ein
Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung praxistauglicher Lösungen für
den industriellen Mittelstand sowie dem Aufbau langfristiger
Technologie- und Marktpartnerschaften. www.trendup-gmbh.com
Über SensIQon
Die SensIQon GmbH mit Sitz in Wien entwickelt modulare Lösungen
zur intelligenten Erfassung, Vernetzung und Auswertung von
Sensordaten. Im Mittelpunkt steht eine IoT- und KI-Plattform, die
vorhandene Sensorik und technische Anlagen verbindet und
Informationen für Energieoptimierung, Zustandsüberwachung,
vorausschauende Wartung und betriebliche Entscheidungen bereitstellt.
Die Technologie richtet sich insbesondere an Industrieunternehmen,
Gebäudebetreiber und kommunale Einrichtungen. www.sensiqon.io
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at