Schönheit

Sisi als Medienstar: Sonderausstellung in der Hofburg Innsbruck zeigt Elisabeths Bild in Film und auf der Bühne

Innsbruck (OTS) – Die Burghauptmannschaft Österreich widmet Kaiserin
Elisabeth eine
Sonderausstellung in der Hofburg Innsbruck. Unter dem Titel „Sisi als
Medienstar – Kaiserin Elisabeth im Film und auf der Bühne“
beschäftigt sich die Ausstellung mit der Frage, wie Elisabeth in den
vergangenen rund 100 Jahren auf der Leinwand, im Fernsehen und auf
der Bühne dargestellt wurde. Die Ausstellung wird am 23. September
2026, dem 88. Geburtstag von Romy Schneider, eröffnet und ist vorerst
von 24. September 2026 bis 11. Jänner 2027 zu sehen.

„Im Mittelpunkt steht nicht die historische Person Elisabeth
allein, sondern vor allem das Bild, das Film- und Bühnenproduktionen
von ihr geschaffen haben. Die Ausstellung zeigt, wie sich die
Darstellung der Kaiserin im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Die
Ausstellung erstreckt sich vom Barockkeller der Hofburg Innsbruck bis
in die kaiserlichen Apartments“, erklärt Markus Wimmer, Burghauptmann
Stellvertreter.

Von den ersten Filmen bis zur „Sissi“-Trilogie

Der zeitliche Bogen der Ausstellung reicht bis zu den frühen
Verfilmungen der 1920er-Jahre. Zu sehen sind unter anderem
Ausschnitte aus der Stummfilmbiografie „ Kaiserin Elisabeth von
Österreich“ aus den Jahren 1920/21 mit Carla Nelsen in der Hauptrolle
sowie aus dem ersten Tonfilm „Elisabeth von Österreich“ von 1931 mit
Lil Dagover. Beide Produktionen konzentrieren sich vor allem auf die
private Elisabeth, ihr Leben am Hof, ihre Ehe und die Folgen des
Todes ihres Sohnes Kronprinz Rudolf.

Einen Schwerpunkt bildet die bekannte „Sissi“-Trilogie von Ernst
Marischka aus den 1950er-Jahren. Romy Schneider verkörperte darin
Elisabeth und prägte damit das bis heute verbreitete Bild der jungen,
schönen und romantischen Kaiserin entscheidend mit. Die Ausstellung
zeigt Filmszenen, Kostüme und Möbel aus diesem Umfeld und
thematisiert zugleich die stark romantisierende Darstellung von
Elisabeth und der Monarchie.

Dass Elisabeth nicht nur von Romy Schneider verkörpert wurde,
sondern über Jahrzehnte hinweg immer wieder von internationalen
Schauspielstars dargestellt wurde, zeigen ausgewählte Kino- und
Filmplakate. Sie machen zugleich sichtbar, wie früh die Figur
Elisabeth international vermarktet wurde.

Die Ausstellung verbindet Filmausschnitte mit unterschiedlichen
Objekten aus der Film- und Bühnengeschichte. Gezeigt werden unter
anderem Filmkostüme, Möbel, Requisiten, Programmhefte,
Autogrammkarten sowie eine umfangreiche, private Sammlung von Kino-
und Filmplakaten aus verschiedenen Ländern.

Vom historischen Kaiserinnenbild zur Popkultur

Die Ausstellung beschränkt sich nicht auf historische
Filmproduktionen. Auch jüngere Werke zeigen, wie unterschiedlich
Elisabeth heute interpretiert und vermarktet wird. Dazu zählt etwa
der von Michael Herbig produzierte Film „Lissi und der wilde Kaiser“,
der einen bewusst humoristischen Zugang zur historischen Figur wählt
und auch ein jüngeres Publikum anspricht.

Während ältere Produktionen häufig das höfische Leben und die
politische Rolle Elisabeths in den Mittelpunkt stellten,
konzentrieren sich neuere Filme und Serien teilweise stärker auf ihre
Person als Medien- und Popfigur. Andere aktuelle Produktionen setzen
sich mit weniger bekannten und auch problematischen Seiten ihrer
Biografie auseinander.

Auch der Umgang mit kontrovers diskutierten Filmen wird in der
Ausstellung thematisiert. Ein Beispiel ist „Corsage“ von Marie
Kreutzer, der sich unter anderem mit Elisabeths Schwermut und ihren
depressiven Phasen beschäftigt.

Ausstellung in der Hofburg Innsbruck

Die Hofburg Innsbruck bildet den historischen Rahmen für die
Ausstellung. Kaiserin Elisabeth hielt sich wiederholt in Innsbruck
auf und nutzte die Residenz als Rückzugsort. Die Ausstellung
verbindet daher diese historische Facette der Hofburg Innsbruck mit
der Geschichte ihrer Darstellung in Film und auf der Bühne.

Die Sonderausstellung „Sisi als Medienstar – Kaiserin Elisabeth
im Film und auf der Bühne“ ist vom 24. September 2026 bis 11. Jänner
2027 in der Hofburg Innsbruck zu sehen.

Die Burghauptmannschaft Österreich sorgt mit ihren rund 150
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die bautechnische
Instandhaltung und Betreuung von über 440 historischen Objekten in
Österreich, zu denen neben der Hofburg in Wien und Innsbruck weitere
historische Anlagen, wie Schloss Belvedere, Kartause Mauerbach,
Schloss Ambras sowie die ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen,
Gusen, Melk und Ebensee zählen.