Wien (OTS) – Wien, 1. Juli 2026 – Die Schönbrunn Group blickt auf ein
wirtschaftlich und inhaltlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2025
zurück. An den vier Standorten Schloss Schönbrunn, Sisi Museum,
Möbelmuseum Wien und Schloss Hof wurden insgesamt 5,26 Millionen
Besuche verzeichnet. Das entspricht einem Zuwachs von 10,1 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg auf 97,3 Millionen Euro. Der
Jahresüberschuss belief sich auf 11,85 Millionen Euro. Gleichzeitig
investierte die Schönbrunn Group 14,7 Millionen Euro in Bau-,
Investitions- und Restaurierungsmaßnahmen.
„ Wirtschaftlicher Erfolg ist für uns kein Selbstzweck. Er
schafft die Grundlage dafür, Österreichs imperiales Erbe zu erhalten,
wissenschaftlich zu erforschen, zeitgemäß zu vermitteln und
verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. Wir finanzieren unseren
laufenden Betrieb sowie unsere Investitionen und Restaurierungen aus
eigener Kraft und ohne öffentliche Zuschüsse aus Steuergeld. Im
Gegenteil: Wir tragen in zweistelliger Millionenhöhe zum Bundesbudget
bei ,“ erklärt Geschäftsführer Klaus Panholzer.
Alle Standorte verzeichnen Wachstum bei Besuchen
Schloss Schönbrunn blieb mit rund 3,96 Millionen Besuchen der
stärkste Standort der Gruppe und erreichte ein Plus von 10,3 Prozent.
Das Sisi Museum verzeichnete trotz laufender Neugestaltung rund
927.000 Besuche und damit einen Zuwachs von 6,3 Prozent. Das
Möbelmuseum Wien steigerte seine Besucherinnen- und Besucherzahl um
17 Prozent auf einen neuen Rekord von 62.000 Besuchen. Schloss Hof
erzielte mit rund 308.000 Besuchen und einem Plus von 19,4 Prozent
auch einen neuen Rekord bei Besucherinnen und Besuchern sowie einen
Rekord beim Verkauf von Jahreskarten.
Rund 71 Prozent der Gäste kamen aus Europa. Der größte
Auslandsmarkt war Deutschland mit einem Anteil von 14,1 Prozent,
gefolgt von Italien mit 12,5 Prozent und den USA mit 11,3 Prozent.
Bei den österreichischen Gästen konnte ein Zuwachs von 9,3 Prozent
erzielt werden.
Schönbrunn Group liefert 18,7 Millionen Euro an die Republik
Österreich
Über das Fruchtgenuss- beziehungsweise Pachtentgelt führte die
Schönbrunn Group 2025 rund 15,3 Millionen Euro an ihren Eigentümer,
die Republik Österreich, ab. Hinzu kamen 3,4 Millionen Euro
Körperschaftsteuer. Insgesamt leistete das Unternehmen damit 18,7
Millionen Euro an die öffentliche Hand.
Nach Abzug dieser Leistungen verbleibt ein Jahresüberschuss von
11,85 Millionen Euro im Budget der Schönbrunn Group und bildet die
Grundlage für weitere Restaurierungs- und Bauprojekte. „ Diese Zahlen
unterstreichen die besondere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der
Schönbrunn Group ebenso, wie ihre nachhaltige Ausrichtung. Das
Unternehmen finanziert nicht nur den laufenden Betrieb und
umfangreiche Investitionen selbst, sondern leistet zugleich einen
erheblichen Beitrag an die Republik Österreich , ” so Panholzer.
Rund 70 Prozent der Erlöse wurden aus Eintrittseinnahmen erzielt.
Weitere 13 Prozent entfielen auf Shop-Einnahmen und rund 15 Prozent
auf Vermietung, Verpachtung und Veranstaltungen. Sonstige Erlöse
trugen zwei Prozent zum Gesamtumsatz bei.
„ Der überwiegende Teil unserer Einnahmen entsteht unmittelbar
durch das Interesse der Besucherinnen und Besucher an unserem
kulturellen Angebot. Diese Nachfrage ermöglicht uns, unsere Standorte
langfristig zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln, “ so
Klaus Panholzer.
Umfangreiche Restaurierungen in Schloss Schönbrunn
Ein Schwerpunkt des Jahres 2025 lag auf der Restaurierung
bedeutender historischer Räume. Im Zeremoniensaal von Schloss
Schönbrunn begann die umfassende Gesamtrestaurierung. Die
großformatige Gemäldeserie zur Hochzeit Erzherzog Josephs mit
Isabella von Bourbon-Parma wurde fachgerecht abgenommen und wird in
einem eigens eingerichteten temporären Atelier im Schloss
restauriert. Der Abschluss der Arbeiten ist für 2027 vorgesehen.
Fertiggestellt wurde die Restaurierung des Blauen Chinesischen
Salons. Im Mittelpunkt standen dabei die empfindlichen chinesischen
Papiertapeten aus dem 18. Jahrhundert sowie Decke, Holzvertäfelungen,
Kaminverkleidung und der Tafelparkettboden.
Auch zu Ende gebracht wurden 2025 die umfangreichen
Restaurierungsarbeiten im Miniaturenkabinett begleitet von
wissenschaftlicher Forschung. Rund 20 Restauratorinnen und
Restauratoren arbeiteten an Wandvertäfelungen, Deckenmalerei,
Miniaturen und Möbeln. Bei den Untersuchungen wurde oberhalb der
heutigen Holzdecke ein stuckierter Plafond aus einer früheren
Ausstattungsphase entdeckt.
„Jede Restaurierung ist zugleich ein wissenschaftlicher
Erkenntnisprozess . Indem wir historische Substanz sichern, gewinnen
wir neue Einblicke in Bau-, Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte –
und schaffen damit die Grundlage für eine fundierte Vermittlung
unseres kulturellen Erbes, “ erklärt Anna Mader-Kratky, Leiterin der
wissenschaftlichen Abteilung der Schönbrunn Group
Sisi Museum wird erweitert
2025 wurden zudem wesentliche Schritte für die Neugestaltung und
Erweiterung des Sisi Museums gesetzt. Zwölf zusätzliche Räume werden
in den Rundgang aufgenommen, darunter fünf bisher nicht öffentlich
zugängliche Weißgoldzimmer. Die Museumsfläche wächst um rund 700
Quadratmeter.
Ein neues Stiegenhaus im Marschallhof ermöglicht künftig einen
zusammenhängenden und barrierefreien Rundgang. Auch die Silberkammer
wird neu in das Museumskonzept eingebunden. Bislang wurden rund 14
Millionen Euro in das Projekt investiert. Die Finanzierung erfolgt
vollständig aus eigenen Erträgen.
Die Eröffnung des neu gestalteten Sisi Museums ist für den 19.
November 2026 vorgesehen.
Schloss Hof stärkt Angebot für Familien
Auf Schloss Hof wurde 2025 ein mehr als 2.000 Quadratmeter großer
Wassererlebnispfad eröffnet. Das Angebot verbindet die historische
Bedeutung des Wassers im barocken Garten mit einem zeitgemäßen
Familienerlebnis. Das verwendete Wasser wird anschließend für die
Bewässerung des Gartens weitergenutzt.
Die technische und betriebliche Infrastruktur wurde ebenfalls
weiterentwickelt. Auf Schloss Hof entstanden 64 überdachte
Stellplätze. Auf einer Fläche von rund 930 Quadratmetern erzeugen 465
Photovoltaikmodule künftig Strom direkt am Standort.
„ Jede bauliche Maßnahme an unseren Standorten muss zwei Ziele
erfüllen: Sie muss den laufenden Betrieb und das Besuchserlebnis
verbessern und zugleich die historische Substanz schützen “ , sagt
Herbert Polsterer, stv. Direktor und Leiter der technischen Abteilung
der Schönbrunn Group. „ In diesem Spannungsfeld liegt die besondere
Verantwortung unserer Arbeit. “
Ausstellungen eröffnen neue Perspektiven
Auch mit ihren Ausstellungen setzte die Schönbrunn Group 2025
neue inhaltliche Akzente. Anlässlich des 300-jährigen Jubiläums von
Schloss Hof widmete sich die Sonderausstellung „Der Eugen hinter dem
Prinzen“ der Persönlichkeit Prinz Eugens jenseits seiner bekannten
Rolle als Feldherr und Staatsmann. Im Mittelpunkt standen der
Bauherr, Kunstmäzen, Sammler und Netzwerker sowie sein privates
Umfeld und seine vielfältigen Interessen. Schloss Hof und Schloss
Niederweiden wurden dabei zu einem gemeinsamen Erzählraum verbunden.
Ergänzend erschien die Publikation „Prinz Eugen von Savoyen –
Stratege, Sammler, Bauherr“.
Auch das Möbelmuseum Wien setzte 2025 mit seinem
Jahresschwerpunkt „Routen“ neue inhaltliche Akzente und konnte mit
einem Plus von 18 Prozent einen neuen Besuchsrekord erreichen. Die
Sonderausstellung „Hausfrau. Künstlerin. Wildfang. – Hedy Lamarr 110“
folgte der in Wien geborenen Schauspielerin und Erfinderin von Europa
nach Hollywood und beleuchtete Fragen von Kreativität,
Selbstbestimmung und Neubeginn. Mit „Josef Frank und die anderen.
Neue Möbel 1920–1940“ rückte das Museum österreichische Wohnkultur
der Zwischenkriegszeit sowie die Verbindung von Design, Migration und
Exil in den Mittelpunkt. Die Objektschau „Japanisches Porzellan am
Kaiserhof in Wien“ stellte kostbare Prunkstücke aus der kaiserlichen
Silberkammer und die historischen Verbindungen zwischen Österreich
und Japan vor. Mit dem Innenhofprogramm „Kultur in Bewegung“ rundete
das Möbelmuseum Wien sein Angebot ab.
Geschichte zeitgemäss und zugänglich vermitteln
Ein zentraler Auftrag der Schönbrunn Group ist es, historische
Inhalte verständlich, wissenschaftlich fundiert und für
unterschiedliche Zielgruppen zugänglich zu vermitteln. Neue
Rundgänge, digitale und multimediale Angebote, familiengerechte
Formate sowie die barrierefreie Erschließung der Standorte spielen
dabei eine große Rolle. Die Erweiterung des Sisi Museums folgt genau
diesem Ansatz: Zusätzliche Räume, neue thematische Zusammenhänge und
die neugestaltete Silberkammer ermöglichen künftig ein
differenzierteres Bild von Kaiserin Elisabeth und vom Alltag am
Wiener Hof. Ziel ist es, historische Persönlichkeiten und Ereignisse
nicht nur zu zeigen, sondern in ihren gesellschaftlichen, politischen
und kulturellen Zusammenhängen verständlich zu machen.
Weitere Projekte in Vorbereitung
Auch in den kommenden Jahren setzt die Schönbrunn Group ihre
Investitionen fort. Neben der Eröffnung des neuen Sisi Museums, die
am 19. November 2026 stattfinden wird, sind unter anderem die
Inbetriebnahme eines restaurierten historischen Karussells in
Schönbrunn und die Finalisierung von drei zusätzlichen Hotel-Suiten
im Schloss Schönbrunn geplant.
Darüber hinaus bereitet die Schönbrunn Group ein neues
Nächtigungsangebot auf Schloss Hof vor. Vorgesehen ist ein Ensemble
aus Gästehäusern mit Schwimmteich, das behutsam in die historische
Kulturlandschaft integriert werden und Schloss Hof über ein
Tagesausflugsziel hinaus entwickeln soll. Nach derzeitiger Planung
ist die Fertigstellung Ende 2027 und die Aufnahme des Gästebetriebs
ab 2028 vorgesehen. „ Wir bewahren Geschichte nicht statisch. Wir
erhalten sie, machen sie zugänglich und entwickeln sie mit
Verantwortung für kommende Generationen weiter, “ so Panholzer.
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