Brüssel (OTS) – Die Europäische Kommission hat heute ihren Vorschlag
für einen
integrierten Rahmen für Klimaresilienz und Risikomanagement
vorgelegt. Er soll Mitgliedstaaten dabei unterstützen, sich an die
eskalierenden Folgen der Klimakrise anzupassen. Der Hitzesommer mit
mehr als 50.000 Toten in der EU hat gezeigt, wie dringend das ist.
Die Kosten des Nichthandelns in der EU sind bereits enorm: Die
Kommission schätzt die wirtschaftlichen Verluste durch Klimaschäden
für 2022 bis 2025 auf rund 200 Mrd. Euro, also etwa 50 Mrd. Euro pro
Jahr.
Lena Schilling, Europaabgeordnete der Grünen, kommentiert: „Die
Kommission weiß nun erneut sehr genau, wie stark uns die Folgen der
Klimakrise in Europa zusetzen. Die Risikokarte allein rettet keinen
einzigen Menschen. Sie wäre aber die perfekte Grundlage für dringend
notwendige verbindliche Vorgaben und messbare Ziele, vor allem dort,
wo die Gefahr am größten ist.
„Die mehr als 50.000 Hitzetoten in einem einzigen Sommer gehen
auf das Konto der Politiker:innen, die die Klimakrise noch immer
nicht ernst nehmen. Anstatt ein Gesetz nach dem anderen aufzuweichen,
müssen wir alles dransetzen, um die CO₂-Emissionen so schnell wie
möglich zu reduzieren.
„Ärzt:innen, Pfleger:innen und Feuerwehrleute arbeiten schon
heute am Limit. Wer sie entlasten will, muss vorsorgen. Wir brauchen
Bäume und Grünflächen, um die Städte zu kühlen. Beim Bau jeder
Brücke, jeder Bahnstrecke und jedes Spitals muss künftig Extremwetter
mitgedacht werden. Vorsorge muss fix im EU-Budget verankert werden.
„Klar ist auch: Anpassung allein reicht nicht. Je schneller wir
aus Kohle, Öl und Gas aussteigen, desto weniger Leid müssen wir
später verwalten. Dafür braucht es einen verbindlichen Ausstiegsplan,
und zwar jetzt.“