Schönheit

„Report“ über den Zitter-Herbst der Regierung

Wien (OTS) – Yilmaz Gülüm präsentiert den „Report“ am Dienstag, dem
13. Oktober
2026, um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit folgenden Themen:

Zitter-Herbst

Nach der SPÖ-Krise stellt sich immer drängender die Frage: Wie
stabil ist die Dreier-Regierung noch? Sie plant Reformen und hat den
Herbst der Ergebnisse ausgerufen – stößt dabei jedoch auf viele
Hürden: Etwa die inhaltlichen Differenzen zwischen den
Koalitionspartnern oder die komplexen Verhandlungen mit den
Bundesländern und die geringe Bereitschaft der Opposition, Reformen
mitzutragen. Können da Reformen gelingen – und das mit einer fragilen
Zwischenlösung an der SPÖ-Spitze? Die Nervosität steigt, vor allem in
den Bundesländern, die schon im Vorwahlkampf sind. Laura Franz und
Diana Weidlinger über den Zitter-Herbst der Regierung.

Dazu zu Gast im Studio: Politologin Katrin Praprotnik und
Fiskalratspräsident Christoph Badelt

Am Limit – krank in der Politik

An Finanzminister Markus Marterbauer entzündet sich gerade eine
heikle Debatte: Was tun, wenn ein Spitzenpolitiker krank wird? Wie
transparent muss man damit umgehen? Wieviel Privatsphäre ist erlaubt?
Der ehemalige grüne Gesundheitsminister Johannes Rauch war vor seinem
Ministeramt Krebspatient, nennt die öffentlichen Spekulationen über
Marterbauers Gesundheitszustand „respektlos“ und rät ihm, „pass auf
Dich auf“. Er selbst hat seine Krankheit Jahre später öffentlich
gemacht, um Tabus zu brechen und anderen Mut zu machen. Der ÖVP-
Abgeordnete und Leiter des Justizausschuss Klaus Fürlinger meint,
dass man als Politiker mehr aushalten muss als andere Berufsgruppen.
Er ist wegen einer chronischen Lähmungserkrankung auf den Rollstuhl
angewiesen, kann aber mit Hilfe eines Stimmavatars wieder sprechen.
Ans Aufhören hat er nie gedacht. Und sagt: „Politik kannst du nicht
halb machen.“ Barbara Krivanek und Sabina Riedl suchen nach Antworten
auf die schwierige Frage, wie mit Krankheit in der Politik umzugehen
ist.

Millionen-Mist

59.000 Tonnen Altreifen lagern, teilweise seit Jahrzehnten,
mitten in der oberösterreichischen Gemeinde Ohlsdorf. Und das, obwohl
das Reifenlager eigentlich seit einem Bescheid von 2011 längst
geräumt sein sollte. Weil der betroffenen Firma, die jahrzehntelang
ein gutes Geschäft mit den Reifen gemacht hat, mittlerweile das Geld
für die Räumung ausgegangen ist, hat das Land Oberösterreich
zugestimmt, dass die Reifen auf ewig in der Natur verbleiben dürfen.
Und das, obwohl es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu
Umweltunfällen wie Trinkwasserverunreinigung und einer
Selbstentzündung der Reifen gekommen ist. Patrick Gruska hat jenen
Ort besucht, der verzweifelt darum kämpft, eine vergangene
Umweltsünde endlich loszuwerden, und dabei aufgedeckt, dass das
Umweltproblem noch deutlich größer ist als bisher angenommen.