Schönheit

Neuer Flusswanderweg Höllental feierlich eröffnet

Wien (OTS) – Nach rund zehn Jahren Planung und Projektarbeit ist der
Flusswanderweg Höllental fertiggestellt. Am Samstag, dem 10. Oktober
2026, wurde der zweite Bauabschnitt feierlich eröffnet. Damit steht
eine durchgängige, naturnahe Wanderverbindung von Kaiserbrunn über
das Weichtalhaus bis zum ehemaligen Gasthaus Singerin zur Verfügung.
Der Weg entlang der Schwarza bietet nun endlich eine Alternative zu
Streckenabschnitten, die bisher entlang der Straße zurückgelegt
werden mussten.

Das Projekt wurde von den Naturfreunden Hirschwang-Reichenau
initiiert, von den Naturfreunden Österreich als Projektträger
eingereicht und gemeinsam mit zahlreichen Fachfirmen, Unterstützer*
innen, Spender*innen und Ehrenamtlichen umgesetzt.

Zwtl.: Naturerlebnis für die ganze Familie

Mit dem neuen Wanderweg durch das Höllental ist zwischen
Payerbach-Reichenau und der Rax ein besonderes Naturerlebnis
entstanden. Auf 8,7 Kilometern führt der Weg etwa zweieinhalb bis
drei Stunden durch schattige, flussnahe Abschnitte, Waldstücke und
vorbei an der beeindruckenden Bergkulisse des Höllentals. Aufgrund
der geringen Höhendifferenz ist die Strecke besonders gemütlich und
eignet sich damit auch für Familien mit Kindern. Wer gerne länger
unterwegs ist, kann schon in Hirschwang starten und den 1. Wiener
Wasserleitungsweg bis nach Kaiserbrunn nutzen. Für eine gemütliche
Pause unterwegs bietet sich das Weichtalhaus an, wo eine herzhafte
Portion Kaspressknödel mit Krautsalat auf hungrige Wanderinnen und
Wanderer wartet. Auch die Anreise ist unkompliziert: Der
Ausgangspunkt ist mit dem Regionalbus 341 vom Bahnhof Payerbach-
Reichenau erreichbar. Wer mit dem Auto kommt, kann beim Parkplatz
Kaiserbrunn, dem Weichtalhaus oder bei der Abzweigung Naßwald (ehem.
Gasthaus Singerin) kostenlos parken.

Zwtl.: Feierliche Eröffnung mit Wanderung und Festakt

Die Eröffnung am Samstag verband Naturerlebnis und Festprogramm.
Nach einer geführten Wanderung standen regionale Kulinarik und ein
Besuch der Hubmer-Gedächtnisstätte in Naßwald auf dem Programm.
Zahlreiche Ehrengäste feierten diesen Meilenstein für das Höllental,
darunter Karl Weber, Bundesrat in Vertretung von Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner, Peter Lepkowicz, Bürgermeister der
Marktgemeinde Schwarzau im Gebirge und Andreas Schieder, Vorsitzender
der Naturfreunde Österreich.

„Der Flusswanderweg Höllental zeigt, was möglich ist, wenn
Menschen gemeinsam an einer Idee festhalten und sich über viele Jahre
für ihre Umsetzung einsetzen. Hier ist ein attraktives Angebot
entstanden, das Naturerlebnis, Sicherheit und regionale Entwicklung
miteinander verbindet“, so Andreas Schieder.

Die feierliche Eröffnung würdigte also nicht nur die
Fertigstellung des Weges, sondern auch das langjährige Engagement der
unzähligen Menschen, die das Projekt möglich gemacht haben.

Zwtl.: Ein Jahrzehnt Einsatz für den Weg

Die Naturfreunde Hirschwang-Reichenau setzten sich unter ihrem
Vorsitzenden Hubert Prigl rund zehn Jahre für den Flusswanderweg ein.
Nach ersten Planungen und einer Projektstudie im Jahr 2018 wurde das
Vorhaben ab 2022 intensiv weiterverfolgt. Der Spatenstich erfolgte im
Oktober 2024.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 800.000
Euro. Das Projekt wurde durch Fördermittel des Landes
Niederösterreich und der Europäischen Union sowie durch die
Naturfreunde Österreich unterstützt. Auch eine Crowdfunding-Kampagne,
zahlreiche private Spender*innen und viele regionale Betriebe trugen
zur Finanzierung. Bei Die Naturfreunde Österreich übernahmen
schließlich die Vorfinanzierung.

Ehrenamtliche Wegeteams der Naturfreunde Linz und Österreich
trugen zur Umsetzung bei und errichteten 2025 rund 500 Meter
Wanderweg.

Einen wichtigen Beitrag leistete die Landesberufsschule
Freistadt: Schüler*innen und Lehrpersonen errichteten im Rahmen von
Unterrichtsprojekten insgesamt rund 900 Meter im Auwald und 40 Meter
im Steilgelände. Im September 2026 vermaß und kartierte außerdem eine
Fachklasse der Wiener Berufsschule für Baugewerbe die Strecke.

Der Flusswanderweg Höllental ist ein Erfolgsbeispiel für das
Zusammenspiel von öffentlicher und privater Finanzierung,
ehrenamtlicher Arbeit und fachlicher Expertise.

„Die Umsetzung des Projektes zeigt auch die meisterliche Qualität
der eingesetzten Fachfirmen für Erd- und Metallbau. Nur so konnte
neben ehrenamtlichem Engagement, öffentlicher und privater Förderung
ein so großes Vorhaben qualitätsvoll umgesetzt werden“, sagt Hubert
Prigl.

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