Wien (OTS) – Zum Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober
weist
Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling auf die
Vielzahl an Angeboten hin, die Wiens Schüler*innen im Schulalltag
stärken. Erst diese Woche hat der Bildungsausschuss die Förderung der
Mental Health Days, der Schulmediation sowie der Wiener
Bildungschancen beschlossen. Darüber hinaus setzt Wien unter anderem
auf das Programm „Respekt: Gemeinsam stärker“ oder den Chancenbonus,
durch den zusätzliches Personal an 227 Wiener Schulen kommt.
„Viele Schüler*innen tragen in ihrem Rucksack mehr als Hefte und
Bücher. Leistungsdruck, Konflikte in der Klasse oder Sorgen von zu
Hause gehen mit in die Schule. Psychische Gesundheit ist somit kein
Randthema, sondern eine Grundvoraussetzung für den Bildungserfolg.
Unsere Angebote sollen die Schüler*innen genauso unterstützen wie die
Lehrer*innen und die Schulen, die jeden Tag mit diesen
Herausforderungen umgehen. Mein Dank gilt allen, die sich mit so viel
Einsatz um das Wohl der Kinder und Jugendlichen an unseren Schulen
kümmern“, sagt Emmerling.
Mental Health Days
Die Stadt Wien fördert auch in diesem Schuljahr 600 Workshops mit
unterschiedlichsten Schwerpunkten an Wiener Sekundarschulen. Dabei
sprechen Psycholog*innen und Fachleute mit Jugendlichen über
psychische Gesundheit. Die Jugendlichen lernen, über Gefühle zu reden
und eine schwierige Phase von einer Erkrankung zu unterscheiden. Und
sie wissen danach, wo sie Hilfe bekommen. Auch Lehrer*innen und
Eltern werden eingebunden.
Schulmediation
Die Schulmediation kommt dann zum Einsatz, wenn ein Konflikt so
weit fortgeschritten ist, dass er im Schulalltag schwer gelöst werden
kann. Externe Mediator*innen entlasten Lehrer*innen und Direktionen
und geben den Kindern und Jugendlichen Techniken mit, die weit über
den einen Konflikt hinauswirken.
Wiener Bildungschancen
Auch im Schuljahr 2026/27 stellt die Stadt Wien rund 3,9
Millionen Euro für die „Wiener Bildungschancen“ bereit. Alle Wiener
allgemeinbildenden Pflichtschulen können damit kostenlos externe
Angebote buchen, etwa Anti-Mobbing-Trainings oder Workshops zum
kritischen Umgang mit Social Media. Allein im letzten Schuljahr haben
273.068 Schüler*innen teilgenommen.
Respekt: Gemeinsam stärker
Mit dem Programm „Respekt: Gemeinsam stärker“ holen sich Schulen
maßgeschneiderte Unterstützung von Expert*innen, etwa zu Themen wie
dem Umgang mit Mobbing und Ausgrenzung oder dem Zusammenhalt in der
Klasse. Gemeinsam mit dem Verein Wiener Jugendzentren entsteht für
jeden Schulstandort ein eigenes Programm für Schüler*innen, Lehrer*
innen und Eltern. 40 Wiener Schulen haben bereits teilgenommen, in
diesem Schuljahr findet ein neuer Durchgang mit 10 neuen Schulen
statt.
Chancenbonus
Seit diesem Schuljahr bekommen 227 Wiener Schulen über den
Chancenbonus zusätzliches Personal. Die Schulleitungen wählen selbst,
was ihr Standort braucht, etwa Schulsozialarbeit oder
Schulpsychologie.