Schönheit

Plasma: unverzichtbar in Notfällen und für lebenswichtige Therapien.

Wien (OTS) – Ein schwerer Unfall, eine Operation oder eine
unerwartete Blutung: Es
gibt Situationen, in denen Menschen rasch auf Blut- und
Plasmaprodukte angewiesen sein können. Plasma enthält wichtige
Proteine, darunter Gerinnungsfaktoren, und spielt damit auch in der
Akut- und Notfallmedizin eine wichtige Rolle.

Gleichzeitig ist menschliches Blutplasma der Ausgangsstoff für
Medikamente, die viele Patient:innen langfristig benötigen. Diese
plasmabasierten Therapien kommen unter anderem bei angeborenen oder
erworbenen Immundefekten, Blutgerinnungsstörungen sowie bestimmten
neurologischen Erkrankungen zum Einsatz. Für Betroffene geht es nicht
um ein abstraktes Gesundheitsangebot, sondern um die Frage, ob eine
notwendige Therapie verfügbar ist.

„Plasma kann im entscheidenden Moment helfen – im Notfall ebenso
wie bei einer langfristigen Behandlung“, sagt Mag. Christian Scherr,
Vorsitzender der IG Plasma. „Niemand plant einen Unfall, eine schwere
Blutung oder eine Erkrankung. Deshalb betrifft die Versorgung mit
Plasma und plasmabasierten Medikamenten uns alle. Wer Plasma spendet,
leistet einen konkreten Beitrag dazu, dass Patientinnen und Patienten
die Behandlung bekommen, auf die sie angewiesen sind.“

Zwtl.: Blutspende und Plasmaspende: unterschiedlich – und beide
unverzichtbar

Wenn von Spenden die Rede ist, denken viele zuerst an die
Blutspende. Das ist nachvollziehbar: Blut und seine Bestandteile
werden täglich in Spitälern gebraucht – etwa nach Unfällen, bei
Operationen oder Geburten. Die Plasmaspende ist jedoch nicht weniger
wichtig. Sie erfüllt eine andere Aufgabe in der medizinischen
Versorgung.

Aus Plasma werden unter streng kontrollierten Bedingungen
Medikamente hergestellt, die Menschen mit schweren, chronischen und
seltenen Erkrankungen regelmäßig benötigen. Dazu gehören
beispielsweise Immunglobuline, die Patient:innen mit geschwächtem
oder fehlendem Immunsystem vor schweren Infektionen schützen können,
oder Gerinnungsfaktoren für Menschen mit bestimmten
Blutgerinnungsstörungen.

„Für viele Patientinnen und Patienten sind plasmabasierte
Medikamente keine Therapieoption unter vielen, sondern eine
medizinische Notwendigkeit“, sagt Dr. Peter Perger, stellvertretender
Vorsitzender der IG Plasma. „Menschliches Plasma ist ein
unverzichtbarer Ausgangsstoff für diese Therapien. Eine verlässliche
Plasmaversorgung entscheidet daher konkret darüber, ob Menschen
Zugang zu den Medikamenten haben, die sie für ihre Lebensqualität und
ihre Gesundheit brauchen.“

Ob zur Blutstillung, Schwangerschaftsvorsorge oder
Infektionsabwehr – Medikamente aus Blutplasma sind vielseitig
einsetzbar und werden von fast jedem Menschen im Laufe des Lebens
benötigt.

Zwtl.: Der Bedarf steigt – Versorgung braucht mehr Aufmerksamkeit

Der Bedarf an plasmabasierten Medikamenten wächst. Gründe dafür
sind unter anderem bessere Diagnosemöglichkeiten, keine synthetische
Ersatzherstellung, eine alternde Bevölkerung und neue medizinische
Erkenntnisse, durch die mehr Patient:innen erkannt und dauerhaft
behandelt werden können.

Eine Analyse von Copenhagen Economics aus dem Jahr 2026 geht
davon aus, dass rund 1,12 Millionen Menschen in Europa an zwölf
bekannten seltenen Erkrankungen leiden, die mit plasmabasierten
Therapien behandelt werden können. Dazu zählen unter anderem
Hämophilie und primäre Immundefekte. Gleichzeitig wird für
Immunglobuline – eine besonders wichtige Gruppe plasmabasierter
Medikamente – bis 2028 ein deutlicher weiterer Anstieg der Nachfrage
erwartet, da sie vermehrt bei Krebserkrankungen, schweren
Autoimmunerkrankungen oder nach Organtransplantationen eingesetzt
werden.

Europa ist bei Plasma weiterhin stark auf Importe angewiesen:
Rund 40 Prozent des europäischen Plasmabedarfs wurden 2023 aus den
USA importiert. Eine ausreichende Plasmaaufbringung in Österreich und
Europa ist daher auch eine Frage der Versorgungssicherheit. Je mehr
Plasma innerhalb Europas gewonnen wird, desto widerstandsfähiger wird
die Versorgung von Patient:innen gegenüber internationalen
Abhängigkeiten und möglichen Engpässen.

Zwtl.: Plasmaspende: ein überschaubarer Einsatz mit großer Wirkung

Die Gesundheit und Eignung der Spender:innen steht im Mittelpunkt
des Spendeprozesses. Bei einer Plasmaspende wird das Plasma vom Blut
getrennt, die übrigen Blutbestandteile werden dem Körper wieder
zurückgegeben. Voraussetzung ist, dass Spender:innen gesund sind und
alle medizinischen Kriterien erfüllen. Vor jeder Spende erfolgt eine
gesundheitliche Kontrolle; die Spende selbst unterliegt klaren
gesetzlichen und medizinischen Vorgaben.

Für Spender:innen ist eine Plasmaspende ein planbarer Termin im
Alltag. Für Patient:innen kann sie den Unterschied machen: zwischen
wiederkehrenden schweren Krankheitsverläufen und einer stabilen
Therapie, zwischen eingeschränkter Lebensqualität und mehr Alltag,
Arbeit, Ausbildung oder Zeit mit der Familie.

Zwtl.: Drei Fakten zu Plasma

– Plasma kann in akuten medizinischen Situationen relevant sein: Es
enthält wichtige Proteine wie Gerinnungsfaktoren und ist Teil der
Versorgung bei bestimmten schweren Blutungen und Gerinnungsstörungen.

– Plasma ermöglicht lebenswichtige Medikamente: Viele plasmabasierte
Therapien sind auf menschliches Plasma angewiesen und können oftmals
nicht durch andere Therapien ersetzt werden.

– Plasma wird dauerhaft gebraucht: Für zahlreiche Patient:innen sind
diese Medikamente keine einmalige Behandlung, sondern ein
regelmäßiger und langfristiger Teil ihres Lebens.

Die Internationale Plasma Awareness Woche findet 2026 von 5. bis
9. Oktober statt. Sie soll weltweit das Bewusstsein für die Bedeutung
von Plasma, für die Menschen hinter jeder Spende und für die
Patient:innen stärken, die auf plasmabasierte Therapien angewiesen
sind.

Die IG Plasma ruft deshalb dazu auf, sich über die Möglichkeit
einer Plasmaspende zu informieren. Denn Plasma ist kein Randthema der
Medizin. Es ist ein wertvoller Rohstoff für die Notfallversorgung und
für Medikamente, die Menschen mit schweren Erkrankungen jeden Tag
brauchen.

Zwtl.: Über die IG Plasma

Die IG Plasma ist der Zusammenschluss der Plasmaaufbringer in
Österreich. Sie setzt sich für eine nachhaltige Versorgung mit Plasma
und plasmabasierten Medikamenten ein und informiert über die
Bedeutung der Plasmaspende für Patient:innen und das österreichische
Gesundheitssystem.

www.plasmaspende.at

Pressekontakte

Ing. Mag. Monika Maria Wiesner
Head of Communications BioLife Europe
+43 664 88120 454
[email protected]

Katrin Schleinzer, MA
Head of Marketing & Communications Europlasma
+43 664 78064390
[email protected]

Tanja Schödl
Head of Marketing Plasmavita Healthcare II GmbH
+43 664 915 993 3
[email protected]

Zwtl.: Hintergrund / Quellen für die Redaktion

– Copenhagen Economics: The Impact of Plasma-Derived Therapies in
Europe – The health and economic case for ensuring sustainable supply
, März 2026. Der Bericht wurde von Copenhagen Economics erstellt und
von Takeda in Auftrag gegeben.

– Plasma Protein Therapeutics Association / International Plasma
Awareness Week: IPAW 2026 findet von 5. bis 9. Oktober 2026 statt. (
plasmaweek.org )

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at