ÖVP – Figl/Olischar: SPÖ und Neos blockieren Radfahrprüfung für Wiener Volksschüler

Wien (OTS) – Die Wiener Volkspartei hat im Zuge der jüngsten
Rechnungsabschluss-
Debatte einen Beschlussantrag eingebracht, der allen Wiener
Viertklässlern die Möglichkeit zur Ablegung der Radfahrprüfung
sichern sollte. Hintergrund sind alarmierende Zahlen: Nicht einmal
ein Drittel der Wiener Volksschüler (29,2 % im Schuljahr 2024/25)
legt die Radfahrprüfung im Rahmen der 4. Klasse überhaupt ab, nur
15,3 Prozent schließen sie positiv ab. SPÖ und Neos lehnten den
Antrag im Gemeinderat ab.

Unverständnis über Ablehnung

„Es ist nicht nachvollziehbar, warum SPÖ und Neos einen Antrag
ablehnen, der ausschließlich die Sicherheit unserer Kinder im
Straßenverkehr zum Ziel hat. Wenn nur 15 Prozent eines Jahrgangs
einen gültigen Radfahrausweis besitzen, ist das ein grober Missstand
– und genau diesen wollten wir beheben“, so Landesparteiobmann Markus
Figl.

„Dass die Stadtregierung beim Forcieren des Radfahrens nicht
gleichzeitig in die Verkehrsausbildung der jüngsten
Verkehrsteilnehmer investieren will, ist verantwortungslos. Wer mehr
Menschen aufs Rad bringen will, muss ihnen auch das nötige Wissen für
einen sicheren Straßenverkehr vermitteln“, kritisiert Gemeinderätin
Elisabeth Olischar, Verkehrssprecherin der Wiener Volkspartei.

Verkehrsausbildung ist Kinderschutz

Die Unfallzahlen bei Radfahrern in Wien steigen massiv von Jahr
zu Jahr. In anderen Bundesländern ist die Radfahrprüfung längst fixer
Bestandteil des Verkehrsunterrichts, während in Wien rund 85 Prozent
der Zwölfjährigen ohne fundierte Verkehrsausbildung alleine mit dem
Rad im Stadtverkehr unterwegs sind.

„SPÖ und Neos haben heute die Chance vertan, die Sicherheit
tausender Wiener Kinder zu erhöhen. Die Wiener Volkspartei wird das
Thema nicht ruhen lassen und weiterhin für eine flächendeckende
Radfahrprüfung an Wiens Volksschulen kämpfen“, so Figl und Olischar
abschließend.