Wien (OTS) – Seit 2022 besteht zwischen Österreich und Serbien ein
Abkommen zum
elektronischen Austausch von Sozialversicherungsdaten, kurz EDAS (
Elektronischer Datenaustausch mit Serbien) genannt. Seither arbeiten
beide Seiten intensiv daran, den vollelektronischen Austausch
schrittweise zu implementieren und damit für die Versicherten in
beiden Ländern Erleichterungen zu erzielen. Der Startschuss zum
elektronischen Datenaustausch erfolgte bereits im September 2024.
Seit damals wurde 2.334 Mitteilungen über Entsendungen elektronisch
ausgetauscht.
Im Mai 2026 folgte ein weitere Ausbauschritt, seither profitieren
Versicherte von neuen digitalen Prozessen: Anspruchsbescheinigungen
für Personen, die in einen Vertragsstaat krankenversichert sind und
im anderen wohnen, werden nun elektronisch zwischen den zuständigen
Sozialversicherungsträgern ausgetauscht. Dadurch verkürzen sich nicht
nur die Verfahrenszeiten, sondern auch die Qualität der Dokumente
wird verbessert und der Zugang zu Gesundheitsleistungen wesentlich
erleichtert. Seit 1. Mai wurden bereits 379
Krankenversicherungsnachweise elektronisch ausgetauscht.
Nun hat sich der Dachverband der Sozialversicherungsträger (DVSV)
mit seinem serbischen Gegenüber auf einen verbindlichen Fahrplan zur
Umsetzung des Projekts geeinigt: mit Ende 2027 wird der Austausch von
Sozialversicherungsdaten zwischen Österreich und Serbien weiter
digitalisiert und ausschließlich elektronisch erfolgen. In den
nächsten eineinhalb Jahren werden auch die Pensionsverfahren in den
elektronischen Austausch aufgenommen. Für die Berechnung der Pension
benötiget Versicherungszeiten aus beiden Staaten können dann viel
schneller und sicherer ausgetauscht werden, wodurch sich die
Pensionsverfahren verkürzen werden. Ebenfalls noch umgesetzt wird das
Verfahren zur Ausnahmevereinbarung zwischen dem österreichischen und
serbischen Sozialministerium.
„Innerhalb der EU, im EWR-Raum und mit der Schweiz ist der
Datenaustausch bereits volldigitalisiert. Mit Serbien erfolgt der
Austausch vieler Prozesse und Unterlagen nach wie vor analog,
wenngleich sich seit 2022 bereits viel getan hat. Mit der Umsetzung
von EDAS und unseren nächsten Schritten in Richtung
vollelektronischer Austausch von Sozialversicherungsdaten setzen wir
einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung und
moderne internationale Zusammenarbeit“, so Alexander Burz,
stellvertretender Büroleiter des Dachverbands der
Sozialversicherungsträger.