Schönheit

ÖGB zum Welttag der seelischen Gesundheit: Arbeitsbedingungen müssen sich in den Betrieben ändern

Wien (OTS) – Anlässlich des Welttags der seelischen Gesundheit macht
der
Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) auf die zunehmenden
psychischen Belastungen von Arbeitnehmer:innen aufmerksam. Zwar ist
die Zahl der Krankenstandstage insgesamt zuletzt leicht
zurückgegangen, psychisch bedingte Erkrankungen nehmen jedoch seit
Jahren zu. Für den ÖGB ist klar: Wer psychische Gesundheit stärken
will, muss auch die Arbeitsbedingungen verbessern.

„Psychische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung dafür,
dass Menschen ihren Beruf langfristig und gesund ausüben können. Wenn
psychisch bedingte Krankenstände zunehmen, ist das ein klares Signal,
genauer auf die Belastungen in der Arbeitswelt zu schauen“, sagt
Claudia Neumayer-Stickler, Leiterin des Referats für Gesundheits- und
Sozialversicherungspolitik im ÖGB.

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass sich viele Beschäftigte
durch steigenden Arbeitsdruck, Personalmangel und die zunehmende
Verdichtung der Arbeit belastet fühlen. Frauen stehen vor allem durch
Mehrbelastungen wie unbezahlte Care-Arbeit besonders unter Druck.

Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Arbeitsbedingungen, die besser
auf unterschiedliche Lebensphasen und persönliche Bedürfnisse
abgestimmt sind.

„Psychische Gesundheit darf nicht zur Privatsache erklärt werden.
Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe die Rahmenbedingungen so
zu gestalten, dass Belastungen reduziert werden. Dazu gehören
ausreichend Personal, planbare Arbeitszeiten und echte Möglichkeiten,
Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren“, betont Neumayer-
Stickler.

Der ÖGB fordert daher:

–

wirksame Maßnahmen zur Vermeidung psychischer Belastungen am
Arbeitsplatz,

–

ausreichend Personal, um Überlastung und Arbeitsdruck zu
reduzieren,

–

lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle, die sich an den
Bedürfnissen der Beschäftigten orientieren,

–

Ausweitung der betrieblichen Gesundheitsförderung, die auch die
Verhältnisse in den Blick nimmt.

„Gute Arbeit schützt die Gesundheit. Investitionen in Prävention,
Gesundheitsförderung und faire Arbeitsbedingungen kommen nicht nur
den Beschäftigten zugute, sondern stärken auch die Betriebe und den
Wirtschaftsstandort insgesamt“, so Neumayer-Stickler abschließend.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
www.oegb.at