Wien (OTS) – Die Wiener Zielsteuerungskommission hat in ihrer
heutigen Sitzung am
15.10.2026 Maßnahmen beschlossen bzw. verlängert, die die
Gesundheitsversorgung in Wien stärken sollen. Im Fokus stehen die
Weiterentwicklung telemedizinischer Betreuung für COPD-Patient*innen
sowie das psychoonkologische Beratungsangebot. Mit einem neuen
Telemonitoring-Angebot soll die Versorgung von Menschen mit COPD
verbessert werden. Ziel ist es, Verschlechterungen der Erkrankung
frühzeitig zu erkennen und dadurch Krankenhausaufenthalte möglichst
zu vermeiden. Erste Erfahrungen aus der Pilotphase zeigen, dass das
Modell gut funktioniert und von Patient*innen sowie dem medizinischen
Personal positiv angenommen wird.
Das Angebot läuft bereits seit Ende 2025 an vier Wiener Kliniken
und wird nun weiter ausgebaut und begleitend evaluiert. Patient*innen
werden dabei mit Telemonitoring-Geräten ausgestattet und medizinisch
über ein Tele-Care-Center betreut. Bei auffälligen Messwerten erfolgt
eine Kontaktaufnahme durch das Betreuungsteam. Pro Jahr sollen rund
180 neue Patient*innen aufgenommen werden. Die ärztliche Betreuung
wird dabei künftig durch Ärzt*innen aus ausgewählten pulmologischen
Abteilungen des Wiener Gesundheitsverbundes sichergestellt. Mit dem
Roll-out wird das erfolgreiche Pilotprojekt in den regulären Betrieb
übergeführt und weiterentwickelt.
Zwtl.: Wiener Zielsteuerungskommission stärkt psychoonkologisches
Beratungsangebot
Die Wiener Zielsteuerungskommission unterstützt weiterhin das
psychoonkologische Angebot der Österreichischen Krebshilfe Wien. Das
Angebot richtet sich an von Krebs betroffenen Menschen ab dem 18.
Lebensjahr (Patient*innen und Zu- und Angehörige), sowie an Kinder
und Jugendliche von an Krebs erkrankten Müttern, Vätern und
Erziehungsberechtigten und soll dabei helfen, die psychische
Belastung im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung besser zu
bewältigen.
Viele dieser unterstützenden Angebote sind auch als präventive
Maßnahmen einzuordnen, da sie dazu beitragen können, zusätzliche
Belastungen wie Depressionen, Angststörungen oder posttraumatische
Reaktionen abzumildern und damit auch eine weitergehende
Inanspruchnahme des Gesundheitssystems zu verringern.
Des Weiteren erfolgt eine öffentlichkeitswirksame Bewerbung zur
Teilnahme an Screening-Programmen wie Mamma-Screening und Darmkrebs-
Screening (FIT-Test, Darmspiegelung) sowie Früherkennungsmaßnahmen zu
Prostatakrebs, Hautkrebs und Gebärmutterhalskrebs.
Zwtl.: Pädiatrische Erstversorgungsambulanz (EVA) am St. Anna
Kinderspital
In den Herbst-, Winter- und Frühjahrsmonaten steigt die Zahl der
Patient*innen in der Notfallambulanz des St. Anna Kinderspitals
erfahrungsgemäß an. Die Pädiatrische Erstversorgungsambulanz (EVA)
auf dem Gelände des St. Anna Kinderspitals trägt dazu bei, die
ambulante Versorgung zu entlasten und Wartezeiten zu verkürzen. Durch
eine rasche und eigenständige Diagnostik und Behandlung können
Patient*innen in der EVA zeitnah versorgt werden. Dadurch stehen die
Ressourcen der Notfallambulanz verstärkt für akut und kritisch
erkrankte Kinder zur Verfügung.
Die EVA wird montags bis freitags von 15:30 bis 22:00 Uhr sowie
samstags, sonntags und an Feiertagen von 14:00 bis 22:00 Uhr geöffnet
sein. Benötigen Patient*innen nach der ärztlichen Behandlung in der
EVA eine weiterführende, nicht akute Betreuung, werden sie an eine
niedergelassene Fachärzt*in oder zur weiteren Versorgung an die
zuständige Kinder- bzw. Hausärzt*in verwiesen.
Die Wiener Zielsteuerungskommission ist ein zentrales Gremium zur
Steuerung und Koordination des Wiener Gesundheitswesens. Die Stadt
Wien und die Sozialversicherung, unter dem Vorsitz der
Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), stimmen über wichtige
Rahmenbedingungen für die Gesundheitsversorgung ab und legen deren
Finanzierung fest.