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Kaiser – Die Fristen für das Bauwerksbuch sind zu kurz

Wien (OTS) – Mit dem fertigen Bauwerksbuch beginnt für Eigentümer und
Hausverwaltungen die nächste Aufgabe: dokumentierte Baugebrechen
bearbeiten, Maßnahmen organisieren und deren Umsetzung nachverfolgen.
Genau auf diese Phase bezieht sich die Kritik des Ziviltechnikers und
gerichtlich beeideten Sachverständigen Arch. DI Johann Kaiser an zu
kurzen Fristen.

„Das Bauwerksbuch macht vorhandenen Erhaltungsbedarf systematisch
sichtbar. Danach müssen Hausverwaltungen die Befunde auswerten,
Eigentümerentscheidungen vorbereiten und geeignete Handwerker finden.
Dieser Aufwand muss bei der Planung der Behebung berücksichtigt
werden“, erklärt Kaiser.

Wie groß die Aufgabe ist, zeigt eine interne Auswertung der
gespeicherten Daten von Bauwerksbuch Kaiser
https://portal.bauwerk24.at/portal/ .
Pro 1.000 Objekte ergibt die Auswertung 34.100 kategorisierte
Befundpositionen und rund 750 Objekte mit kleineren Fassadenrissen .
Das sind Auswertungen aus dem eigenen Bestand und entsprechen nicht
automatisch einem Reparaturauftrag.

1,84 Millionen Handwerker-Personentage sind notwendig, um diese
„Mammutaufgabe“ zu bewältigen, was Berechnungen von Arch. Kaiser zur
Folge hat, dass gut 700 Vollzeitarbeitskräfte, bei ohnedies
vorhandenem Personalmangel, fehlen.
Kaiser fordert deshalb eine fachlich begründete Priorisierung: Bei
akuter Gefährdung müssen Sicherungsmaßnahmen unverzüglich erfolgen.
Für die weitere Instandsetzung braucht es objektbezogene, umsetzbare
Zeitpläne. Planbare Erhaltungsarbeiten sollen in längerfristige
Programme aufgenommen werden können, soweit dies technisch und
rechtlich vertretbar ist, denn ab Übermittlung des BAUWERKSBUCHS
beginnt die Haftung für den Eigentümer oder dessen Hausverwalter.

Zusätzlich sollten Bauwerksbücher Arbeiten hervorheben, deren
Aufschub voraussichtlich höhere Folgekosten verursacht . Dazu können
z. B. viele verteilte wasserführende Fassadenrisse oder
fortschreitende Korrosion an Blecheindeckungen zählen. Eine frühe
Reparatur kann verhindern, dass Feuchtigkeit tiefer eindringt und
umfangreichere Sanierungen notwendig werden.

„Eine Frist allein repariert kein Haus. Das Bauwerksbuch muss zu
einem nachvollziehbaren und tatsächlich umsetzbaren Erhaltungsplan
führen“, so Kaiser.

Rückfragen: Arch. DI Johann Kaiser | Bauwerksbuch Kaiser

bauwerksbuch-kaiser.at

Datengrundlage der internen Auswertung
https://portal.bauwerk24.at/portal/ : Auswertung vom 23. Oktober 2026

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