Schönheit

Initiative weist Darstellung von Stadt Wien und Stadt Wien Marketing GmbH zurück

Wien (OTS) – Stadt Wien und Stadt Wien Marketing GmbH lassen in ihren
Schriftsätzen durch ihre Rechtsanwälte vorbringen, der Initiative
bzw. ihrem Mediensprecher gehe es darum, für sich oder andere frühere
Marktstandbetreiber wieder Plätze auf dem Wiener Christkindlmarkt zu
bekommen.

In einem weiteren Schriftsatz wird sogar von einem „persönlichen
Rachefeldzug“ gesprochen.

Keine Marktstände, kein „Rachefeldzug“: Die Initiative weist
diese Darstellung entschieden zurück.

Wir bewerben uns seit mehreren Jahren unter dem geltenden Konzept
nicht um Marktstände. Wir wollen keine alten Standplätze zurück.
Wir wollen den traditionellen Wiener Christkindlmarkt zurück.

Aus Sicht der Initiative ist die gegnerische Darstellung ihrer
Motive falsch, diffamierend und in ihrer wiederholten persönlichen
Zuspitzung herabwürdigend . Dass eine solche Wortwahl im Namen von
Stadt Wien und Stadt Wien Marketing GmbH in anwaltlichen
Schriftsätzen verwendet wird, hält die Initiative für sachlich
unangemessen und unprofessionell.

Das Ziel der Initiative ist seit Jahren öffentlich bekannt:
österreichische Kultur und Wiener Tradition erhalten und den
ursprünglichen Charakter des Wiener Christkindlmarkts
wiederherstellen. Familienbetriebe haben diesen Markt über
Generationen mitaufgebaut und geprägt und sind damit Teil seiner
Geschichte, seiner Identität und der österreichischen Kultur. Mit der
Neuorganisation seit 2022 ist dieser traditionelle Charakter aus
Sicht der Initiative weitgehend verloren gegangen.

Aus Sicht der Initiative wäre ein solcher Umgang mit gewachsenen
kulturellen Traditionen etwa in Italien oder Frankreich kaum
vorstellbar, weil dort die Bewahrung der eigenen Kultur einen
besonders hohen Stellenwert genießt.

Bereits lange vor den heutigen Verfahren wurde deshalb ein
Wechsel der Veranstalterstruktur gefordert.

Für uns geht es bei dieser Auseinandersetzung nicht um
wirtschaftliche Motive, sondern um Kultur, Moral und Menschlichkeit.
Dabei geht es auch um die Frage, wie man miteinander umgeht.

Der nahezu 800 Jahre alte Gedanke des persischen Dichters Saadi
bedarf aus unserer Sicht keiner weiteren Erklärung.

Bani Adam

Die Kinder Adams sind einander Glieder,
denn in der Schöpfung sind sie eines Wesens.
Wenn die Zeiten einem Glied Schmerz bringen,
bleibt den anderen Gliedern keine Ruhe.
Wenn dich das Leid der anderen Menschen nicht berührt,
verdienst du nicht, dass du den Namen „Mensch“ noch führst.

Saadi

Ob diese Werte von allen Beteiligten gleichermaßen geteilt
werden, möge jeder Leser für sich beurteilen.