Wien (OTS) – Verpackungen stehen stärker denn je im Spannungsfeld von
Nachhaltigkeit, Regulierung, Kosten, Konsumverhalten und
technologischer Innovation. Mit dem Österreichischen Verpackungstag
bringt die Hochschule Campus Wien am 1. Oktober 2026 Vertreter*innen
der gesamten Verpackungsbranche zusammen. Hersteller * innen,
Verpacker*innen, Handel, Dienstleister*innen, Behörden und Forschung
diskutieren über die Zukunft der Verpackung.
Die Veranstaltung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die
europäische Verpackungswirtschaft vor weitreichenden Veränderungen
steht: Die EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (Packaging
and Packaging Waste Regulation, PPWR) gilt seit 12. August 2026
grundsätzlich. Sie stellt Anforderungen an Verpackungsdesign,
Recyclingfähigkeit, Wiederverwendung, Materialeinsatz und
Abfallvermeidung entlang des gesamten Lebenszyklus. Die Europäische
Kommission hat dazu bereits im Frühjahr 2026 zusätzliche Leitlinien
und FAQs veröffentlicht.
Zwtl.: Verpackung als Schlüsselthema der Kreislaufwirtschaft
„Die Verpackungsbranche steht an einem Wendepunkt:
Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und regulatorische Anforderungen
müssen zusammen gedacht werden. Der Österreichische Verpackungstag
schafft dafür eine Plattform, auf der Forschung, Wirtschaft und
Praxis miteinander ins Gespräch kommen und konkrete Lösungen
diskutieren können. Gerade jetzt braucht es den Austausch über das,
was bereits funktioniert, und über jene Innovationen, die wir für die
nächsten Schritte benötigen“, sagen Jan Krepil und Katharina Tosic ,
Researcher im Fachbereich Packaging and Resource Management der
Hochschule Campus Wien und Organisator*innen des Österreichischen
Verpackungstags.
Wie dynamisch sich der Bereich entwickelt, zeigen auch aktuelle
Zahlen aus Österreich. 2025 wurden bundesweit sieben Prozent mehr
Kunststoff- und Metallverpackungen in Gelber Tonne und Gelbem Sack
gesammelt als im Jahr davor. In Wien stiegen die Sammelmengen sogar
um 14 Prozent. Gleichzeitig hat das seit 2025 geltende
Einwegpfandsystem die Rückführung von PET-Flaschen und Aluminiumdosen
in den Wertstoffkreislauf deutlich gestärkt: Nach dem ersten Jahr
wurden 81,5 Prozent der Pfandgebinde gesammelt – das Ziel für 2027
liegt bei 90 Prozent.
Auch Innovationen zeigen, wie sich neue Kreisläufe etablieren
lassen. Beim Eurovision Song Contest 2026 kamen etwa 100.000
Mehrwegbecher aus österreichischem Recyclingmaterial zum Einsatz. Die
Initiative steht exemplarisch für die zunehmende Bedeutung von
Mehrweg, Recycling und geschlossenen Wertstoffkreisläufen.
Zwtl.: Österreichischer Verpackungstag 2026 – das Programm im
Überblick
11.00 Uhr – Einlass
11.30 Uhr – Begrüßung und Eröffnung
Silvia Kaupa-Götzl , Geschäftsführerin und CFO, Hochschule Campus
Wien
Silvia Apprich , Fachbereichsleiterin Packaging and Resource
Management und Departmentleiterin Applied Life Sciences, Hochschule
Campus Wien
Bernhard Rainer , Leiter Forschungszentrum Sustainability and
Packaging, Hochschule Campus Wien
12.00 Uhr – Keynote: Unlocking the Power of the Critical Middle
for Safe, Resilient and Sustainable Food Systems
Ali Badarneh , Division Chief, UNIDO
12.30 Uhr – Podium und Präsentation der Sponsor*innen
12.35 Uhr – Pause
12.50 Uhr – Die Sicht der Finanzindustrie auf die
Verpackungswirtschaft
Markus Zimmermann , Raiffeisen Bank International
13.15 Uhr – Die Shopper in der Dauerkrise – Auswirkungen auf ihr
Kaufverhalten und ihre Sicht auf Nachhaltigkeit
Annika Reichert , YouGov Shopper Intelligence FMCG
13.40 Uhr – Die Verpackungsbranche am Wendepunkt – Regulatorische
Rahmenbedingungen und Digitalisierung
Manfred Tacker , Circular Analytics
14.05 Uhr – Pause
14.25 Uhr – Einführung von Mehrwegdosen für gerösteten Kaffee in
Österreich
Robert Stein, Tchibo
14.50 Uhr – Verpackung im Wandel: Chancen & Herausforderungen
Daniela Gaisberger-Ivic , BILLA
15.15 Uhr – Zukunft Papierverpackung: Praxisbeispiele im
Spannungsfeld von Innovation, Kundenanforderungen, Nachhaltigkeit und
Regulierung
Johannes Zipfel , Delfort
15.40 Uhr – RECOLAP – Barriere und Recyclingfähigkeit vereinen:
Marktanalyse und Entwicklungswege für flexible Papierverpackungen
Julian Selinger , Hochschule Campus Wien
16.10 Uhr – Podiumsdiskussion
Marko Schuster , PROPAK; Robert Nagele , BILLA; Harald Hauke , ARA;
Robert Stein , Tchibo
16.50 Uhr – Pause
17.20 Uhr – PROPAK Austria Pro Carton Young Designers Award
18.00 Uhr – Staatspreis Smart Packaging
19.00 Uhr – Abendessen und Networking
Der Österreichische Verpackungstag 2026 findet am Donnerstag, 1.
Oktober von 11.00 bis 19.00 Uhr an der Hochschule Campus Wien,
Favoritenstraße 226, 1100 Wien, statt. Tickets können hier erworben
werden.
Der Verpackungstag wird unterstützt vom Bundesministerium für
Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft, dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und
Tourismus, ARA Altstoff Recycling Austria AG, Billa
Aktiengesellschaft, Circular Analytics TK GmbH, Verein Getränkekarton
Austria, Packforce Austria, Nürnberg Messe GmbH, Packaging Cockpit
Holding GmbH, Fachverband Propak, Propak Austria, Verband der
Faltschachtelindustrie und WPO World Packaging Organisation.
Hochschule Campus Wien
Mit über 9.000 Studierenden am Campus Altes Landgut, einem
weiteren Standort und zwei Kooperationsstandorten, ist die Hochschule
Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments
Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und
Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Sozialwissenschaften, Technik
sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot
von mehr als 70 Studienprogrammen in berufsbegleitender und Vollzeit-
Form zur Auswahl. Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung wird
in neun fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und
Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und
Zertifikatsprogrammen deckt die Hochschule über die Campus Wien
Academy ab. Die Hochschule Campus Wien ist Gründungsmitglied im
Bündnis Nachhaltige Hochschulen.
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