Wien (OTS) – Der Kultur-Euro, wie er aktuell von der rot-pinken
Stadtregierung
geplant ist, wird Kulturbetriebe weiter unter Druck bringen,
kritisiert die Kultursprecherin der Grünen Wien. „Statt die
Kulturszene mit neuen Mitteln zu stärken, sollen sich die
Kulturbetriebe offensichtlich am eigenen Schopf aus dem Sparsumpf
ziehen – das kann so nicht funktionieren“, so Berner.
Auch wenn die Grünen hinter der Idee eines Kultur-Euros stehen – dh
zur Idee einer Abgabe, die zweckgewidmet für Kulturförderung
verwendet werden soll – darf die Abgabe aber nicht auf Kosten der
Kulturbetriebe und der Wiener:innen gehen.
„Wien verzeichnet im Tourismus mehr als 20 Millionen Nächtigungen
pro Jahr – die meisten Tourist:innen kommen wegen der Kultur nach
Wien. Wenn Kulturbetriebe weiter unter Druck gesetzt werden, ist das
auch für den Tourismus nachteilig. Die Tourismusabgabe wurde ja 2026
schon von rund 3 auf 5 Prozent erhöht, hier könnte man einfach Geld
aus der Abgabe zweckwidmen“, so Tourismussprecher Hans Arsenovic.
„Rot-Pink wollen aber lieber die Wiener:innen hier zur Kasse bitten
statt aus der Tourismusabgabe Geld zweckzuwidmen – völlig
unverständlich“, so Berner.
Die Grünen fordern die Lukrierung des Kultur-Euro aus der
Tourismusabgabe und haben dazu schon in der Vergangenheit Vorstöße im
Wiener Gemeinderat gemacht. „Wir werden hier weiterhin dranbleiben“,
so Berner und Arsenovic abschließend.