Wien (OTS) – „Die neue Kindergartenstatistik zeigt einmal mehr:
Welches Angebot
Familien vorfinden, ist in Österreich reine Glückssache. Es darf
nicht vom Wohnort abhängen, ob Eltern Beruf und Familie vereinbaren
können. Das Geld für spürbare Verbesserungen läge bereit, doch die
Bundesländer holen es schlichtweg nicht ab“, stellt Barbara Neßler,
Familiensprecherin der Grünen, fest.
„Eine parlamentarische Anfrage von uns hat bereits im September
gezeigt, dass die Länder 67 Millionen Euro im Jahr an Bundesmitteln
ungenutzt liegen lassen. Geld, das für bessere Betreuungsschlüssel,
längere Öffnungszeiten und kleinere Gruppen verwendet werden könnte.
Während Eltern händeringend nach passenden Plätzen suchen, bleiben
wichtige Gelder ungenutzt. Damit werden Familien und Eltern im Stich
gelassen – und am Ende gilt wieder einmal das Motto: Die Mama wird’s
schon richten“, so Neßler.
„Diese Postleitzahl-Lotterie muss endlich ein Ende haben. Wenn
verfügbare Mittel nicht genutzt werden, zahlen vor allem Frauen den
Preis – durch ungewollte Teilzeit und berufliche Dämpfer. Vor allem
aber geht es um die Kinder selbst: Der Kindergarten ist der
allererste Bildungsort im Leben. Jedes Kind hat das Recht auf die
besten Startchancen, völlig egal, in welchem Bundesland es aufwächst.
Wir brauchen jetzt einen verbindlichen Ausbauplan für die
Bundesländer und einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab
dem 1. Geburtstag, damit endlich was weitergeht“, fordert Neßler.