Wien (OTS) – Die Oxfam-Studie zeigt, wie stark Superreiche mit ihrem
Lebensstil
und ihren Investitionen die Klimakrise verschärfen. Laut Bericht
verursachten Privatjets 2025 weltweit 16 Millionen Tonnen CO₂. 71
Prozent der untersuchten Investitionen von 1.000 Milliardären flossen
in besonders klimaschädliche Bereiche wie Erdöl, Gas und Chemie.
„Wer besonders viel zur Klimakrise beiträgt, sollte auch stärker
Verantwortung übernehmen. Wir sagen seit Langem, dass die Flugabgabe
ein Gebot der Fairness ist. Die Oxfam-Studie macht einmal mehr
deutlich, warum wir gerade bei den Privatjets nachschärfen sollten“,
sagt Elisabeth Götze, Wirtschafts- und Verkehrssprecherin der Grünen.
Im Gegensatz dazu fordern nach Wien und Niederösterreich nun auch
fünf weitere Landeshauptleute sogar die Abschaffung der Flugabgabe.
„Das ist der komplett falsche Weg. Die Luftfahrt profitiert in
Österreich bereits von Steuerprivilegien im Umfang von rund zwei
Milliarden Euro pro Jahr – vom steuerfreien Treibstoff über
mehrwertsteuerfreie Tickets bis zu grundsteuerbefreiten Flughäfen.
Eine Abschaffung der Flugabgabe würde wichtige Staatseinnahmen kosten
und nützt vor allem den Eigentümern der Flughäfen, also Bundesländer
und Investoren. Aus dem Vergleich mit Deutschland ziehen die
Landeshauptleute jedenfalls den falschen Schluss“, betont Götze.
Der Vergleich mit Deutschland zeige gerade nicht, dass
Österreichs Flugabgabe zu hoch sei: Deutschland hat seine
Luftverkehrsteuer mit 1. Juli 2026 gesenkt. Sie beträgt nun 13,03
Euro für Kurzstrecken, 33,01 Euro für Mittelstrecken und 59,43 Euro
für Langstrecken. In Österreich hingegen fallen grundsätzlich zwölf
Euro pro Ticket an; nur für Flüge unter 350 Kilometern gilt eine
Abgabe von 30 Euro.
„Selbst nach der Senkung sind die deutschen Sätze damit deutlich
höher als der österreichische Standardsatz. Der Vergleich mit
Deutschland zeigt, dass unsere Flugabgabe sogar noch Luft nach oben
lässt“, betont Götze.
„Wir wollen die Sätze der Flugabgabe anpassen und Ausnahmen
schließen. Auch Privatjet-Flüge sollten endlich einen Beitrag
leisten. Es kann nicht sein, dass besonders klimaschädliche Flüge von
der Allgemeinheit mitgetragen werden“, hält Götze fest.