Wien (OTS) – Nicht nachvollziehbar sind für Markus Petritsch,
Vorsitzender des
Fachbereichs Straße in der Gewerkschaft vida, heutige Aussagen bei
einer Pressekonferenz zur Straßenverkehrsbranche des zuständigen
Bundesspartenobmanns in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ),
Alexander Klacska. „Wenn eine der Problemstellung der Unternehmen in
der Straßentransportbranche, laut Klacska, der Arbeitskräftemangel
ist, wie kann der WKÖ-Obmann im Hinblick auf die Herbstlohnrunde dann
im selben Atemzug für Lohnzurückhaltung plädieren?“, so Petritsch
verwundert.
„Das ist eindeutig der falsche Zugang“, betont der vida-
Gewerkschafter weiter. Um insbesondere Arbeitnehmer:innen für den
Bereich Straße zu gewinnen, brauche es gute Einstiegslöhne, kräftige
Lohnerhöhungen über der Teuerung sowie ein Programm, das das Arbeiten
in den Branche attraktiver mache, betont Petritsch.
Der vida-Gewerkschafter sieht hier auch die Politik und die
Asfinag gefordert: Die soziale Infrastruktur (u.a. mehr Toiletten und
Duschen, beschattete Ruheflächen zum Verbringen von Pausen und
Ruhezeiten mit echtem Erholungswert sowie ermäßigte Mahlzeiten auf
Raststätten) entlang des hochrangigen Straßennetzens müsse weiter
ausgebaut werden, um die Arbeitsbedingungen für die Fahrer:innen zu
verbessern.