Früher fertig als geplant: Fernwärmeversorgung im Westen Wiens wieder vollständig hergestellt

Wien (OTS) – Gute Nachrichten für die Bewohner*innen im Westen Wiens:
Wiener Netze
und Wien Energie haben die umfangreichen Arbeiten an der Flötzersteig
-Leitung bereits am Samstagabend erfolgreich abgeschlossen. Dank des
engagierten Einsatzes der Teams konnte die Fernwärmeversorgung
schneller als geplant wiederhergestellt werden. Nach dem Befüllen der
rund 3,2 Kilometer langen Leitung in der Nacht auf Sonntag wurden am
Sonntagvormittag alle rund 140 Hausstationen wieder in Betrieb
genommen. Bis Sonntagnachmittag sind alle betroffenen Haushalte
wieder vollständig mit Warmwasser versorgt.

Die notwendigen Maßnahmen zur langfristigen Sicherung und
weiteren Verbesserung der Fernwärmeversorgung im Westen Wiens konnten
damit schneller als ursprünglich geplant umgesetzt werden. Die
erforderliche Lieferunterbrechung für die betroffenen Haushalte wurde
verkürzt. Möglich machte das der engagierte Einsatz der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wiener Netze und Wien Energie,
die seit Donnerstag, 6 Uhr früh, rund um die Uhr im Schichtbetrieb
gearbeitet haben, um die Arbeiten so rasch wie möglich abzuschließen
und die Auswirkungen für die betroffenen Haushalte so gering wie
möglich zu halten.

Modernisierte Infrastruktur stärkt die Fernwärmeversorgung

Im Mittelpunkt standen notwendige Wartungs- und
Erneuerungsarbeiten an der sogenannten Flötzersteig-Leitung. Diese
Leitung bringt seit den 1960er-Jahren Fernwärme von der
Müllverbrennungsanlage Flötzersteig zu den Wienerinnen und Wienern.
Heuer mussten auf mehreren Kilometern Anlagenteile modernisiert und
Armaturen erneuert werden. Gleichzeitig wurden auf dem Gelände der
Klinik Ottakring wichtige Ausbauarbeiten umgesetzt. Das Krankenhaus
wird bis 2040 modernisiert, auch die Wärmeversorgung wird im Zuge
dessen zukunftsfit gemacht.

Diese notwendigen Arbeiten konnten nur während des Stillstands
der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig im Zuge der jährlichen
Revision durchgeführt werden. Denn Österreichs älteste Anlage zur
thermischen Abfallverwertung läuft rund um die Uhr und wird nur
einmal jährlich für die Revision außer Betrieb genommen. Dann wird
sie durchgecheckt, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie
Modernisierungen durchgeführt. Dieses Zeitfenster, in dem die
Müllverbrennungsanlage nicht in das Fernwärmenetz einspeist,
ermöglicht umfangreiche Leitungsarbeiten in diesem Versorgungsgebiet.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten ist die
Fernwärmeversorgung im Westen Wiens wieder vollständig hergestellt.
Gleichzeitig wurde ein wichtiger Beitrag geleistet, um die Versorgung
der Kund*innen auch in Zukunft sicher und zuverlässig zu
gewährleisten.

Warmwasserversorgung wiederhergestellt – Duschstandorte
schließen, Wertkarten noch bis 30. Juni einlösbar

Von der vorübergehenden Lieferunterbrechung waren rund 140
Hausanschlüsse betroffen. Um die Auswirkungen für die betroffenen
Bewohner*innen möglichst gering zu halten, wurden gemeinsam mit
zahlreichen Partnern umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen
organisiert. Dazu zählten Ersatz-Duschmöglichkeiten bei Sportvereinen
und in frei zugänglichen Duschcontainern sowie ein Fahrdienst zu
barrierefreien Duschen für ältere Menschen und Menschen mit
Behinderungen in Zusammenarbeit mit den Häusern zum Leben und den
Wiener Lokalbahnen Verkehrsdiensten. Insgesamt wurde das Duschangebot
von rund 300 Personen genutzt. Zusätzlich stellte Wien Energie
Wertkarten für den kostenlosen Eintritt in die Wiener Bäder zur
Verfügung. Diese können trotz der bereits wiederhergestellten
Warmwasserversorgung noch bis einschließlich 30. Juni eingelöst
werden. Mit der vollständigen Wiederherstellung der
Warmwasserversorgung werden sämtliche Ersatz-Duschstandorte am
Sonntagnachmittag geschlossen. Die Versorgung der kritischen
Infrastruktur – darunter die Klinik Ottakring und das Hanusch-
Krankenhaus – war während der gesamten Arbeiten durchgehend
sichergestellt.

Bildmaterial: https://wienenergie.at/media-41