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Franz Fischler feiert 80. Geburtstag

Wien (OTS) – Vom österreichischen Landwirtschaftsminister zum
langjährigen EU-
Kommissar: Franz Fischler hat die Agrarpolitik in Österreich und auf
europäischer Ebene über Jahrzehnte mitgeprägt. Am 23. September,
feiert der Ehrenpräsident des Ökosozialen Forums Österreich & Europa
seinen 80. Geburtstag. Präsident Stephan Pernkopf und Forum-Gründer
Josef Riegler würdigen Fischlers Engagement für die Ökosoziale
Marktwirtschaft, für lebenswerte ländliche Räume und den europäischen
Gedanken.

„Franz Fischler steht für konstruktive Reformschritte und
politischen Weitblick in der europäischen Landwirtschaft. Als
Ehrenpräsident ist er dem Ökosozialen Forum eng verbunden. Im Namen
der ganzen ökosozialen Familie gratuliere ich ihm herzlich und
wünsche ihm weiterhin Gesundheit und alles Gute“, so Stephan Pernkopf
, Präsident des Ökosozialen Forums Österreich & Europa.

Auch Josef Riegler , Gründer und Ehrenpräsident des Forums,
schließt sich den Glückwünschen an: „Franz Fischler hat in Österreich
und Europa wichtige Weichen für die Landwirtschaft gestellt und dabei
wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Fragen
zusammengedacht. Er war Österreichs erster EU-Kommissar und hatte
zuvor bereits das Landwirtschaftskapitel des österreichischen EU-
Beitrittsvertrages federführend verhandelt. Schon da hat er höchst
engagiert den ökosozialen Gedanken in die Verhandlung eingebracht.“

Zwtl.: Landwirtschaftsminister, EU-Kommissar, Präsident des
Ökosozialen Forums

Geboren am 23. September 1946 in Hall in Tirol, übernahm Fischler
1989 das Amt des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, das
er bis 1994 innehatte. Mit dem EU-Beitritt Österreichs wechselte er
1995 nach Brüssel und gehörte bis 2004 der Europäischen Kommission an
– zunächst zuständig für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, ab
1999 zusätzlich für Fischerei.

Untrennbar mit seinem Namen verbunden ist die Reform der
Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) von 2003. Sie entkoppelte einen
Großteil der Direktzahlungen von der landwirtschaftlichen Produktion
und stärkte zugleich Standards in Umwelt-, Lebensmittelsicherheits-
sowie Tiergesundheits- und Tierschutzfragen – eine Neuausrichtung,
die die europäische Agrarpolitik bis heute prägt. Auch nach seinem
Ausscheiden aus der Kommission blieb Fischler auf europäischer und
gesellschaftspolitischer Ebene ein wichtiger Impulsgeber und gern
gesehener Interview- und Gesprächspartner.

Von 2005 bis 2011 wirkte Fischler als Präsident des Ökosozialen
Forums und wurde nach seinem Ausscheiden zum Ehrenpräsidenten
gewählt. In dieser Funktion setzt er sich unermüdlich für die von
Josef Riegler entwickelte Idee der Ökosozialen Marktwirtschaft ein.
Im Zentrum dieser Idee steht das Zusammendenken von wirtschaftlicher
Leistungsfähigkeit, sozialer Verantwortung und ökologischer
Nachhaltigkeit – ein Anliegen, das Fischlers politisches Wirken seit
jeher begleitet.