Wien/Vösendorf (OTS) – Der 14-jährige Familienhund „Alfi“ wurde im
August in einem
Weingarten in Walkersdorf am Kamp erschossen. Der Schütze ist
unbekannt. Tierschutz Austria setzt 1.000 Euro Belohnung aus. Die
Summe kommt bei rechtsgültiger Verurteilung des Täters zur
Auszahlung. Sachdienliche Hinweise an: martin.aschauer@tierschutz-
austria.at . Die Hinweise werden gesammelt und an die Polizei
übergeben.
„Alfi ist tot – der Täter läuft frei, und die Jagd-Saison fängt
erst an. Warnwesten und hohes Alter schützen nicht. Cooper trug Neon,
Bailey eine Warnweste, Alfi war 14 und blieb nahe bei seinem Halter,
so Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria
Zwtl.: Alfi kam nicht zurück
Herbert Bichler war mit seinem Nova-Scotia-Mischling „Alfi“ auf
der üblichen Gassi-Runde im Weingarten. Der Rüde entfernte sich kaum
– und kam nicht zurück. Nach stundenlanger Suche wurde der Hund vier
Tage später tot gefunden: Schusswunde am Rumpf. Einen Knall hat der
Halter nicht gehört. Ob ein Schalldämpfer im Spiel war, ist Teil der
Ermittlungen. Der Schütze bleibt unbekannt.
„Ein 14-jähriger Hund liegt mit einer Kugel im Körper, und
niemand steht dafür gerade. 1.000 Euro sind wenig gegen ein Leben.
Sie sind das Signal: Dieser Fall versandet nicht.“
Martin Aschauer
Zwtl.: Saison startet – Recht bleibt dasselbe
Alfi starb im August, nicht auf dem Höhepunkt der Jagd. Ab 1.
Oktober gelten in Niederösterreich die Schusszeiten auf Fasan und
Feldhase; Letzterer in Weingärten bis Ende Jänner. Fuchs, Steinmarder
und Wildschwein dürfen ganzjährig bejagt werden. Weingärten sind kein
Schonraum: Das NÖ Jagdrecht kennt für Rehwild dort eigene, teils
verlängerte Schusszeiten. Dann sind mehr Waffen im Revier.
„Das Gesetz macht aus Familienhunden Zielscheiben. Nicht erst im
Herbst. Das ganze Jahr“, so Aschauer
Zwtl.: Kein Einzelfall
– Cooper, Border Collie, Oberösterreich, 27. Dezember 2025: bei
Tageslicht wenige Meter vor dem Halter erschossen, trotz Neon-
Geschirr. Begründung: Fuchs.
– Bailey, Australian-Shepherd-Husky-Mix, Steiermark, Jänner 2026:
Warnweste, rund 17 Meter zum Hochstand. Begründung: Fuchs.
– Peach, Katze: in Lebendfalle gefangen, per Kopfschuss getötet.
Anzeige durch Tierschutz Austria, Freispruch.
– Alfi, 14, Niederösterreich, August 2026: gewohnte Runde im
Weingarten, Schusswunde am Rumpf. Täter offen.
Solange Landesjagdgesetze den Abschuss erlauben, bleibt jedes
Gassi-Gehen ein Risiko, sogar mit Schlepplei.ne
Zwtl.: Rechtsgutachten
Univ.-Prof.in Dr.in Erika Wagner (2025): Der Abschuss von
Haustieren ist verfassungswidrig, unverhältnismäßig und ethisch nicht
vertretbar. Die Regelungen stammen aus einer Zeit geringer
rechtlicher Tierwürde, widersprechen dem Eigentumsschutz und
privilegieren Jagdhunde gegenüber Familienhunden ohne sachliche
Rechtfertigung.
Zwtl.: Forderungen
Tierschutz Austria fordert Bund und Länder auf, vor dem Höhepunkt
der Herbstjagd zu handeln:
1. Österreichweites Verbot der Tötung von Haustieren in allen
Landesjagdgesetzen.
2. Verpflichtende psychologische Eignungstests für
Jagdscheinbesitzer:innen.
3. Alkoholverbot bei der Jagd und wirksame Tests.
4. Sofortiger Entzug von Jagd- und Waffenkarte bei Verstößen.
5. Einheitliche, statistische Erfassung von Haustierabschüssen (
Meldepflicht) und Schadenersatz für Halter:innen.
Zwtl.: Aufruf
Tierschutz Austria ruft auf, die Petition zahlreich zu
unterschreiben, damit der Druck weiter steigt. Über 25.000 Menschen
haben unterschrieben.
Haustierabschuss stoppen. JETZT!
https://www.tierschutz-austria.at/unterstuetze-
uns/petitionen/petition-haustierabschuss-stoppen/
Bilder (honorarfrei)
Bilder aus unseren Schwerpunkt zu Haustierabschüssen