Wien (OTS) – Mit scharfer Kritik reagieren FPÖ-Delegationsleiter im
Europäischen
Parlament Harald Vilimsky und der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian
Krauss auf das Vorgehen der Kosovo-Polizei im Anschluss an die
St.Veits-Gedenkfeier am Gazimestan.
„Die Vorfälle ereigneten sich am 28. Juni, dem VSt.-Veits-Tag
einem der höchsten und bedeutendsten religiösen und nationalen
Feiertage des serbischen Volkes. Umso unverständlicher ist es, dass
Menschen, die diesen Tag friedlich begehen wollten, im Anschluss an
den Gottesdienst angehalten und festgenommen wurden. Besonders
erschütternd ist, dass sich unter den Betroffenen auch Väter mit
ihren Kindern sowie Frauen befanden. Solche Bilder dürfen im Europa
des 21. Jahrhunderts keinen Platz haben“, betonen Vilimsky und
Krauss.
Die beiden FPÖ-Politiker fordern die Europäische Union, die
internationalen Organisationen sowie alle für den Schutz der
Menschenrechte verantwortlichen Institutionen auf, diesen Vorfall
lückenlos aufzuklären und unmissverständlich Stellung zu beziehen.
„Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und
Bewegungsfreiheit sind grundlegende Menschenrechte und müssen für
alle Menschen gleichermaßen gelten. Gerade die christlich-serbische
Minderheit im Kosovo hat das uneingeschränkte Recht, ihren Glauben
frei auszuüben, ihre religiösen Gedenktage zu begehen, sich frei zu
bewegen und ihre jahrhundertealten Heiligtümer ohne Einschüchterung
oder behördliche Schikanen aufzusuchen. Diese Rechte dürfen weder
eingeschränkt noch politisch instrumentalisiert werden“, so Vilimsky
und Krauss.
„Wer friedlich eines religiösen Gedenktages gedenkt, darf nicht
kriminalisiert werden. Die internationale Gemeinschaft ist
aufgefordert, ihre Stimme zu erheben und entschlossen zu handeln,
wenn grundlegende Freiheits- und Minderheitenrechte verletzt werden.
Gerade von der Europäischen Union erwarten wir, dass sie gegenüber
den Verantwortlichen in Pristina dieselben Maßstäbe an Demokratie,
Rechtsstaatlichkeit und den Schutz nationaler sowie religiöser
Minderheiten anlegt“, erklären die beiden Freiheitlichen.
Abschließend appellieren Vilimsky und Krauss an alle
verantwortlichen Stellen, auf Deeskalation, Dialog und die
konsequente Wahrung der Rechte aller Volksgruppen und
Religionsgemeinschaften im Kosovo hinzuwirken. Nur gegenseitiger
Respekt, der Schutz religiöser Stätten und die uneingeschränkte
Achtung der Menschenrechte können zu einer dauerhaften Stabilität und
einem friedlichen Zusammenleben in der Region beitragen.