Geneva (OTS) – Fehlgeleitetes Gepäck kostet jährlich über 6
Milliarden US-Dollar /
Investitionen in Technologien reduzieren Fallzahlen deutlich
Trotz steigender Passagierzahlen hat die Luftfahrtbranche im Jahr
2025 ihre größten Fortschritte seit der Pandemie erzielt: Die Zahl
falsch abgefertigter Gepäckstücke sank um 23 %. Laut dem SITA Baggage
IT Insights Report 2026 ist dies ein deutlicher Beleg dafür, dass
Investitionen in die digitale Transformation Wirkung zeigen. Der
jährliche Branchenbericht ist in diesem Jahr bereits zum 20. Mal
erschienen.
Falsch abgefertigtes Gepäck verursacht Kosten in Milliardenhöhe
Trotz deutlicher Fortschritte bei der Gepäckabfertigung kosten
fehlgeleitete Gepäckstücke die Branche nach wie vor jährlich 6,3
Milliarden US-Dollar. Das entspricht durchschnittlich etwa 260 US-
Dollar pro Gepäckstück. Bei einem durchschnittlichen Nettogewinn von
lediglich acht US-Dollar pro Passagier kann bereits ein falsch
abgefertigtes Gepäckstück den Gewinn von mehr als 30 gebuchten
Sitzplätzen zunichte machen; fünf den Gewinn eines gesamten Fluges.
Während das weltweite Passagieraufkommen steigt, stößt die
Luftverkehrsinfrastruktur zunehmend an ihre Grenzen. Allein im Jahr
2025 reisten weltweit fünf Milliarden Passagiere. Dennoch wurden
immer noch 24 Millionen Gepäckstücke falsch abgefertigt. Langfristig
zeigt sich ein deutlicher Fortschritt: Seit 2007 ist die Zahl falsch
abgefertigter Gepäckstücke um fast 75 Prozent gesunken.
Laut dem Bericht von SITA macht verspätetes Gepäck rund 70 % der
Gesamtkosten aus, wobei der Großteil auf betriebliche Kosten für die
Wiederbeschaffung, Umleitung und Zustellung entfällt. Bei verlorenem
oder beschädigtem Gepäck entfallen bis zu 70 % der Kosten auf
Entschädigungszahlungen. Umsteigeverbindungen bleiben mit 39 % der
Fälle im Jahr 2025 der Hauptgrund für Gepäckfehler – ein Rückgang
gegenüber 41 % im Vorjahr.
Digitale Vernetzung verbessert Gepäckmanagement
Was sich im Jahr 2025 geändert hat, war nicht nur Technologie,
sondern eine Veränderung in der Art und Weise, wie Systeme
miteinander verbunden sind: Datenaustausch in Echtzeit, KI-gesteuerte
Routenplanung, biometrische Gepäckabgabe und vernetzte
Passagiergeräte. Drei von vier Fluggesellschaften planen, in den
nächsten zwei Jahren in KI zu investieren. Die Hälfte plant, den
Passagieren Gepäckinformationen in Echtzeit bereitzustellen. Die
branchenweite Gepäckverfolgung gemäß der IATA-Resolution 753 hat nun
die 50-Prozent-Marke überschritten, wobei die vollständige Umsetzung
für 2027 angestrebt wird. Der nächste Meilenstein steht bereits in
den Startlöchern: Gepäck zu Hause etikettieren, Gepäck im Auto lassen
und Gepäck, das nicht im selben Flugzeug wie der Passagier
transportiert werden muss.
„Die Gepäckabfertigung wandelt sich von einem logistischen
Problem zu einer digitalen Dienstleistung“, so Nicole Hogg, Portfolio
Director Baggage bei SITA. „Fluggäste erwarten, jederzeit zu wissen,
wo sich ihr Gepäckstück befindet, und sind zunehmend bereit, uns bei
der Nachverfolgung zu unterstützen. In der nächsten Phase geht es
darum, die bereits vorhandene Technologie bei jedem Transfer, bei
jedem Abfertiger sowie an jedem Flughafen einzusetzen, um eine
bessere Transparenz zu schaffen und jeden Schritt der Reise
miteinander zu verknüpfen. So gewinnt die Branche das Vertrauen, das
Passagiere heute erwarten.“
David Lavorel, CEO von SITA: „Flughäfen stoßen von Jahr zu Jahr
immer weiter an ihre physischen Grenzen. Daten, KI und
vorausschauende Betriebsabläufe ermöglichen es uns, mehr aus den
vorhandenen Flughafenkapazitäten herauszuholen – beim Check-in, bei
der Sicherheitskontrolle, am Gate und in den Gepäckhallen. Das
Beispiel Gepäck zeigt, dass das Konzept funktioniert. Lösungen wie
‚Total Airport Management‘ verfolgen denselben Ansatz über den
gesamten Betrieb hinweg, sodass Flughäfen das Wachstum auffangen
können, ohne ihre Fläche zu vergrößern.“
Ergebnisse aus der Praxis belegen, dass dieses Konzept
funktioniert. Die Integration von Apples „Find My“ in SITA
WorldTracer® reduzierte im ersten Jahr den Anteil dauerhaft
verlorener Gepäckstücke um 90 % und verkürzte die Zeit bis zur
Rückgabe verspäteter Gepäckstücke um 26 %. SITA hat kürzlich auch die
Funktion „Find Hub“ von Google zur Standortfreigabe von Gegenständen
in WorldTracer® integriert. Thai Airways hat mithilfe von SITAs „Auto
Reflight“ eine Aufgabe, die zuvor drei Minuten dauerte, an neun
Flughäfen auf eine Sekunde pro Gepäckstück verkürzt.
Der SITA Baggage IT Insights Report kann online heruntergeladen
werden.
Über SITA
Als technologischer Motor der Luftfahrtindustrie gestaltet SITA
das Reisen per Flugzeug sicherer, einfacher und nachhaltiger. Das
Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern und Gebieten tätig. Rund
2.500 Kunden setzen an über 1.000 Flughäfen und in rund 19.600
Flugzeugen auf die Technologie von SITA. Das Unternehmen unterstützt
über 70 Regierungen dabei, sichere Grenzen und reibungsloses Reisen
zu vereinen. SITA verwaltet 45-50 % des branchenweiten
Datenaustauschs und sorgt damit für ein hochkomplexes, globales,
zuverlässiges Netzwerk.
SITA verändert sich dynamisch: Von fortschrittlichem Self-Service
und Betriebssteuerung über Flughafendesign bis hin zu digitalen
Grenzen gestaltet das Unternehmen die nächste Reisegeneration –
unterstützt durch Akquisitionen wie Materna IPS, ASISTIM und CCM.
Darüber hinaus expandiert SITA mit Initiativen wie SmartSea in die
Bereiche der Kreuzfahrt, der Bahn und des urbanen Luftverkehrs. Im
Rahmen seiner ambitionierten Klimastrategie reduziert SITA jährlich
die Emissionen um 4,2 % und strebt bis 2050 eine Netto-Null-Quote an.
Die wissenschaftlich basierten Ziele sind vom SBTi validiert. Das
Portfolio hilft Kunden zudem, ihren eigenen CO2-Fußabdruck zu
reduzieren.
Weitere Informationen unter: www.sita.aero
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