Schönheit

Der Welttierschutztag darf nicht bei Haustieren enden

Laaben (OTS) – Am 4. Oktober findet der jährliche Welttierschutztag
statt. Dieser
geht auf Heinrich Zimmermann zurück. Jedes Jahr gibt es ein globales
Motto, welches für 2026 wie folgt lautet: „See the World Through
Their Eyes“.

Stellen Sie sich die Welt aus der Perspektive eines Schweines
vor. Es ist ein Freitag und das Schwein kennt nur Beton, künstliches
Licht und stickige, ammoniakgeschwängerte Luft. Es lebt, wie über 90
Prozent seiner Artgenossen, in einem konventionellen Stall mit
Betonspaltenböden . Doch heute passiert endlich etwas Neues. Es kommt
das erste Mal Tageslicht in den Stall und die Tore öffnen sich. Das
Schwein, nennen wir es „Berta“ – denn es hat leider keinen Namen –
sieht den blauen Himmel und spürt Sonnenstrahlen auf seiner Haut.
Doch dieser Moment dauert nur wenige Sekunden, bevor Gedränge und
Hektik losgeht. Alle Schweine werden auf einen LKW geschoben, Panik
bricht aus, was passiert hier? Auf dem LKW ist es eng und heiß –
Wasser gibt es keines. Doch Berta denkt sich: „Wer weiß, wo es
hingeht, vielleicht an einen schönen Ort.“ Neben dem LKW fährt eine
Familie mit einem Hund. Der Hund genießt in dem geräumigen Auto den
Fahrtwind. Er streckt seinen Kopf hinaus und ruft zu dem Schwein:
„Geht’s bei euch auch zum See?“ Berta runzelt die Stirn und
antwortet, daß sie es leider nicht wisse wohin sie fahren, doch sie
hoffe, daß sie auch an einen schönen Ort fahren.

Dazu Katharina Koch von ANIMAL SPIRIT: „ Wir lieben Hunde und
essen Schweine, obwohl beide Tiere gleichermaßen leben wollen und
Leid empfinden können. Dieses „Phänomen“ nennt sich übrigens
Speziesismus. Speziesismus beschreibt die Diskriminierung aufgrund
einer bestimmten Artzugehörigkeit. Der Begriff erklärt zum einen die
Abwertung von Tieren durch den Menschen und zum anderen die
willkürliche Unterscheidung bestimmter Tierarten untereinander. “

Wir fordern Rechte für alle Tiere

Wir von ANIMAL SPIRIT unterscheiden nicht zwischen Schwein und
Hund oder Ziege und Katze. All unsere 700 Schützlinge auf unseren 3
Gnadenhöfen haben eine intrinsische Würde und dürfen ein Leben ohne
Angst leben. Das wünschen wir uns für alle sog. „Nutztiere“. Wir
setzen uns für einen universalen Tierschutz ein, der nicht nach
willkürlichen Merkmalen unterscheidet. Das wünschen wir uns – nicht
nur am Welttierschutztag!