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BMF und OeKB setzen weitere Maßnahmen zur Finanzierung der Energieinfrastruktur

Wien (OTS) – Die Bundesregierung hat sich im Regierungsprogramm
darauf
verständigt, die Ausbaukosten für Energieinfrastruktur über günstige
öffentliche Finanzierungsinstrumente zu senken. Jetzt werden vom
Bundesministerium für Finanzen (BMF) und der Oesterreichische
Kontrollbank AG (OeKB) weitere Maßnahmen gesetzt, die den Netzausbau
unterstützen sollen.

Netzkosten machen einen bedeutenden Anteil der Stromrechnung aus.
Gleichzeitig erfordert die dringend notwendige Verringerung der
Abhängigkeit von fossiler Energie einen weiteren Ausbau erneuerbarer
Energieträger. Dafür müssen auch die Netze massiv ausgebaut werden.
Günstige Energie ist aber sowohl für die Haushalte als auch die
Wirtschaft und damit den Standort von entscheidender Bedeutung. Denn
eine nachhaltige und leistungsfähige Energieinfrastruktur ist von
elementarer Bedeutung für den Standort und Grundlage für die
industrielle Fertigung, die in Österreich einen sehr hohen
Exportanteil aufweist.

Bereits im Februar dieses Jahres haben BMF und OeKB mit der
Exportinvest EVU eine attraktive Finanzierung für großvolumige
Investitionen in den Netzausbau ab einem Volumen von 100 Millionen
Euro vorgestellt, die bei den Energieversorgungsunternehmen (EVU) auf
große Nachfrage stößt. Heimische Energieversorgungsunternehmen können
damit Investitionen in Übertragungs- und Verteilnetze sowie
Produktions- und Speicherkapazitäten zu attraktiven OeKB-Konditionen
finanzieren. Für eine weitere Stärkung des Ausbaus der
Energieinfrastruktur und damit des Standorts, wird nun eine
Ausweitung auf kleinere Investitionen in Übertragungs- und
Verteilnetze sowie Speicherlösungen ab einem Volumen von 2 Millionen
Euro gestartet. Insgesamt haben die beiden Programme vorerst ein
Volumen von 2 Milliarden Euro an Haftungen und Finanzierungen.

Haftungen für Mezzaninkapital beim Netzausbau

Zusätzlich können im Bereich des Netzausbaus auch Haftungen für
Mezzaninkapital im Rahmen des Ausfuhrförderungsgesetzes dargestellt
werden. Bei dieser Exportinvest Mezzanin wird der Bund bis zu 80
Prozent des Risikos von langfristigem Mezzaninkapital übernehmen und
damit die Kosten des Nachrangkapitals deutlich senken. Das ermöglicht
weitere Zinsvorteile für Netzbetreiber bei ihren Investitionen.

Budgetschonender Beitrag zur Energiewende

Finanzminister Markus Marterbauer: „Der Ausbau erneuerbarer
Energiegewinnung sowie der Übertragungs- und Verteilnetze und
Speicherlösungen ist besonders bedeutend für Österreichs Zukunft.
Dafür leisten sowohl große als auch kleinere Versorgungsunternehmen
einen entscheidenden Beitrag. Mit den bestehenden und nun abermals
ausgeweiteten Möglichkeiten können wir die erforderlichen
Investitionen im Rahmen des Ausfuhrförderungsgesetzes gezielt
unterstützen, ohne dabei das Budget zusätzlich zu belasten,
gleichzeitig die Energiewende vorantreiben und die Ausbau- und damit
auch die Netzkosten für die Verbraucher/innen verringern.“

Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl: „Kleinere
Energieversorgungsunternehmen, Stadtwerke und regionale Netzbetreiber
leisten einen zentralen Beitrag zur Versorgungsicherheit und zur
Umsetzung der Energiewende vor Ort. Dabei spielen die Verteilnetze
eine Schlüsselrolle: Sie ermöglichen es, überschüssige Energie aus
Photovoltaik- und anderen erneuerbaren Anlagen in die überregionalen
Netze einzuspeisen oder für Speicherlösungen verfügbar zu machen. Der
nachhaltige Ausbau unserer Energieversorgung fördert die Resilienz
unseres Wirtschaftsstandorts und bringt zudem regionale
Wertschöpfung.“

OeKB verzeichnet große Nachfrage

Helmut Bernkopf, im OeKB-Vorstand für den Bereich Export Services
zuständig: „Mit der Exportinvest EVU bieten wir den heimischen
Energieversorgungsunternehmen eine Finanzierung zu sehr attraktiven
Konditionen und einer Risikoübernahme von bis zu 80 Prozent. Die
Nachfrage ist groß, Finanzierungen von über 300 Millionen Euro wurden
bereits genehmigt. Da weitere Projekte kurz vor dem Abschluss stehen
und konkrete Gespräche laufen, sind wir optimistisch, in den nächsten
Monaten ein Volumen von über 1 Milliarde Euro zu erzielen. Es freut
mich sehr, dass wir mit der Unterstützung von kleineren Investitionen
nun einen weiteren wichtigen Beitrag zur Energietransformation
leisten können.“