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Bestätigter Fall von Krim-Kongo-Fieber in Wien

Wien (OTS) – In der Klinik Favoriten des Wiener Gesundheitsverbundes
wird derzeit
ein*e Patient*in mit einer bestätigten Infektion des Krim-Kongo-
Fiebers behandelt. Die Person befindet sich derzeit in stabilem
Zustand und wird von Expert*innen der Infektiologie und Tropenmedizin
umfassend betreut. Nach einem Aufenthalt im Nahen Osten sind Symptome
aufgetreten und die Person suchte zeitnah medizinische Unterstützung.
Aufgrund der Symptomatik wurde frühzeitig die Infektiologie der
Klinik Favoriten hinzugezogen und der Patientin entsprechend den
geltenden medizinischen und hygienischen Standards isoliert.

Die diagnostischen Untersuchungen haben den Verdacht auf Krim-
Kongo-Fieber inzwischen bestätigt. Nach derzeitiger medizinischer
Einschätzung erfolgte die Ansteckung während des Aufenthalts im Nahen
Osten

Zwtl.: Was ist das Krim-Kongo-Fieber

Das Krim-Kongo-Fieber ist eine seltene virale
Infektionskrankheit, die vor allem durch den Stich infizierter Zecken
übertragen wird. Eine Infektion kann auch durch direkten Kontakt mit
Blut oder Gewebe infizierter Tiere erfolgen. Die Erkrankung kommt vor
allem in Teilen Afrikas, Süd-Ost-Europas, Naher Osten und Asiens vor.

Typische erste Symptome sind plötzlich auftretendes Fieber,
starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Rückenschmerzen,
Schwindel sowie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen.
Bei schweren Verläufen können Blutungen und weitere
Organbeeinträchtigungen, bis hin zum Multiorganversagen, auftreten.
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist grundsätzlich möglich,
erfolgt jedoch überwiegend bei engem und ungeschütztem Kontakt mit
Blut oder anderen Körperflüssigkeiten. Eine Übertragung durch
alltägliche soziale Kontakte ist äußerst unwahrscheinlich.

„Das Krim-Kongo-Fieber ist eine sehr seltene und ernstzunehmende
Infektion. Gut ist, dass die Erkrankung rasch diagnostiziert wurde
und die infizierte Person nun auf einer Sonderisolierstation ist. Die
Patientin ist in besten Händen und wird von einem Expert*innen-Team
umfassend betreut“, sagt Christoph Wenisch, Leiter der Infektiologie
und Tropenmedizin der Klinik Favoriten.

Zwtl.: Klinik Favoriten: Expert*innen in der Infektiologie

Die Infektiologie der Klinik Favoriten verfügt über umfassende
Expertise in der Diagnostik und Behandlung von Infektions- und
Tropenerkrankungen und ist auf die Versorgung von Patient*innen mit
hochinfektiösen Erkrankungen vorbereitet. Es gibt klar definierte
Abläufe, die regelmäßig trainiert und laufend weiterentwickelt
werden. Gemeinsam mit den Blaulichtorganisationen absolvieren die
Teams regelmäßig Übungen, um im Ernstfall rasch, professionell und
sicher handeln zu können. Dadurch ist gewährleistet, dass sowohl die
bestmögliche Versorgung der betroffenen Person als auch der Schutz
von Patient*innen und Mitarbeiter*innen jederzeit sichergestellt sind

Zum Schutz der Privatsphäre der Patientin werden keine weiteren
Angaben zum Gesundheitszustand oder zu persönlichen medizinischen
Details gemacht.