Wien (OTS) – Die Arbeiterkammer fordert anlässlich der der
Verhandlungen über den
mehrjährigen Finanzrahmen der EU eine Stärkung der europäischen
Sozialpolitik. 92 Millionen Menschen waren 2025 in der EU von Armut
und Ausgrenzung betroffen. Die EU hat sich selbst das Ziel gesetzt,
diese Zahl bis 2030 auf 80,5 Millionen zu verringern. „Dazu ist es
notwendig, den Europäischen Sozialfonds aufzustocken“, sagt AK
Wirtschaftsbereichsleiter Tobias Schweitzer. „Denn von diesem Ziel
ist die EU derzeit weit entfernt. Die rasche Abfolge tiefgehender
Krisen hat deutliche Spuren am Arbeitsmarkt hinterlassen. Europa darf
die Menschen jetzt nicht im Stich lassen.“
Verwundert zeigte sich Schweitzer bezüglich der Idee von EU-
Ministerin Claudia Bauer, keine Sozialpolitik mehr auf EU-Ebene zu
betreiben: „Langzeitarbeitslosigkeit, Gleichstellung am Arbeitsmarkt,
Armutsbekämpfung durch Arbeitsmarktintegration sind in einem
gemeinsamen Markt gemeinsame Herausforderungen. Wir brauchen hier
nicht weniger europäischen Zusammenhalt, sondern mehr.“