Wien (OTS) – Aus dem Programm „Wiener Wege zur Inklusion“ des Fonds
Soziales Wien
(FSW) entwickelte sich 2019 die Agentur Sonnenklar Drehscheibe Peer-
Streitschlichtung, die sich seither österreichweit zu einem
beachteten Modell für Gewaltprävention, Peer-Arbeit und gelebte
Inklusion entwickelt hat. Sonnenklar wird zu 100 Prozent vom FSW
gefördert, ist Teil von equalizent, einem Wiener Bildungs- und
Beratungsinstitut mit Schwerpunkt Gebärdensprache und Inklusion, und
verbindet Workshops, Peer-Streitschlichtung sowie Materialien in
einfacher Sprache. Menschen mit Behinderungen gestalten die Angebote
aktiv mit, übernehmen Verantwortung und unterstützen andere als
Moderator*innen und Peer-Streitschlichter*innen.
Zwtl.: Mehr als 4.200 Menschen erreicht
Seit dem Start haben mehr als 4.200 Menschen an den Angeboten
teilgenommen. Zu den Meilensteinen zählen das Handbuch „Gemeinsam
hinschauen – Wie können wir Gewalt durch Regeln verhindern?“ und die
Peer-Streitschlichtung. 2026 wurde mit dem Dachverband Wiener
Sozialeinrichtungen ein E-Learning zur institutionellen Gewalt
entwickelt.
Zwtl.: Von Anfang an inklusiv gedacht
Initiiert wurde Sonnenklar von Monika Haider , Gründerin von
equalizent und langjährige Pionierin für Diversität, Inklusion und
Barrierefreiheit: „Sonnenklar zeigt, dass Inklusion besonders wirksam
wird, wenn Menschen nicht nur beteiligt sind, sondern aktiv
mitgestalten. Sie übernehmen Verantwortung, bringen ihre Erfahrungen
ein und gestalten Lösungen für ihren eigenen Lebensalltag mit. Das
ist gelebte Inklusion.“
Nicole Osimk , Projektleitung von Sonnenklar: „Gewaltprävention
heißt für mich, nicht nur auf einzelne Vorfälle zu schauen, sondern
auch auf die Strukturen und Machtverhältnisse, in denen Gewalt
entstehen kann. Menschen mit Behinderungen müssen echte Möglichkeiten
haben, mitzuentscheiden und Veränderungen selbst anzustoßen.“
Am 8. Oktober 2026 bringt Sonnenklar seine Expertise bei der
Jahreskonferenz des Österreichischen Behindertenrats zum Thema
„Gewalt im Leben von Menschen mit Behinderungen – Ursachen,
Prävention und Schutz“ ein.
Zwtl.: Der nächste Schritt
Nach sieben erfolgreichen Jahren entwickelt sich Sonnenklar
weiter und wird Anfang 2027 eine neue organisatorische Heimat finden.
Marietta Adlbrecht , Geschäftsführerin von equalizent:
„Gewaltprävention braucht Menschen, die hinschauen. Das Team von
Sonnenklar hat sieben Jahre lang genau das getan – klar, mutig und
wirksam. Danke für dieses Engagement und viel Erfolg für den neuen
Abschnitt!.“
Der Anspruch bleibt: Gewaltprävention mit Beteiligung und
Selbstbestimmung zu verbinden.