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WKÖ-Trefelik kritisiert diskutierte Verschärfung der UTP-Richtlinie

Wien (OTS) – Die UTP-Richtlinie (Unfair Trading Pratices) soll
landwirtschaftliche
Erzeuger vor unfairen Geschäftspraktiken schützen. In Österreich ist
sie seit 2022 im Faire-Wettbewerbsbedingungen-Gesetz umgesetzt. „Und
wie die Berichte des Fairnessbüros zeigen, funktioniert das System in
Österreich. Weitere Verschärfungen, sprich noch mehr Regulierungen
sind daher unnötig“, betont Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte
Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Beim jüngsten Treffen der EU-Landwirtschaftsminister forderten
mehrere osteuropäische Mitgliedstaaten zusätzliche Regelungen. EU-
Agrarkommissar Christophe Hansen bestätigte Pläne der Europäischen
Kommission für eine gezielte Überarbeitung der Richtlinie, da in
manchen EU-Mitgliedsstaaten die Umsetzung zum Schutz der Landwirte
noch nicht optimal zu laufen scheint. Ein Vorschlag wird für Ende
2026 beziehungsweise Anfang 2027 erwartet.

„Noch mehr Vorgaben schützen keine landwirtschaftlichen Betriebe.
Entscheidend ist vielmehr, dass bestehende Regelungen wirksam
umgesetzt werden. Österreich zeigt, dass das funktioniert“,
unterstreicht Trefelik. Auch der Handelsverband Deutschland (kurz HDE
) hatte sich zuletzt kritisch zu weiteren Ergänzungen geäußert und
warnte vor unmittelbaren Eingriffen in die Preisbildung und vor allem
vor Belastungen für die Verbraucher:innen.

„Weniger ist mehr, und nicht jede intensive Verhandlung ist als
unlautere Methode zu betrachten“, stellt Trefelik klar. „Der Handel
lehnt daher eine weitere Verschärfung der bestehenden Vorgaben ab.“

Gerade der von den UTP-Vorgaben betroffene Lebensmittelhandel
steht angesichts sinkender Gewinnspannen, zunehmenden Wettbewerbs und
der angespannten Wirtschaftslage bereits erheblich unter Druck. (
PWK583/DFS)